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Coinbase Aktie: Schnäppchen oder Falle?

Die US-Kryptobörse Coinbase wird laut Analysten massiv unterbewertet, obwohl sie profitabel bleibt. Ein historisch günstiges Bewertungsniveau eröffnet Chancen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie notiert nahe Jahrestief bei 164 Dollar
  • Bernstein stuft Papier als Kauf mit 440-Dollar-Ziel ein
  • Quartalsgewinn übertrifft, Umsatz verfehlt Erwartungen
  • Bewertung liegt 60% unter Konkurrenz wie Robinhood

Der Kurs ist abgestürzt, die Quartalszahlen enttäuschten beim Umsatz – und trotzdem rufen Analysten ein Kursziel von 440 Dollar aus. Das klingt nach blindem Optimismus, oder? Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch: Die Bewertung der größten US-Kryptobörse ist historisch günstig, während sich die Konkurrenz auf deutlich höherem Niveau bewegt.

Die Aktie notiert aktuell bei 164,32 Dollar und damit gefährlich nahe am Jahrestief von 139,36 Dollar. Ein brutaler Absturz von den Höchstständen, keine Frage. Doch die Analysten von Bernstein sehen genau hier die Chance: Sie stufen das Papier als klaren Kauf ein und rechnen mit einem Kurspotenzial von rund 170 Prozent. Die Begründung? Coinbase sei im Vergleich zu Wettbewerbern wie Robinhood massiv unterbewertet.

Quartalszahlen: Gewinn top, Umsatz flop

Die jüngsten Zahlen zum vierten Quartal fielen durchwachsen aus. Während Coinbase beim Gewinn je Aktie die Erwartungen der Wall Street übertreffen konnte, verfehlte das Unternehmen beim Umsatz die Prognosen. Verantwortlich dafür war vor allem ein schwächerer Kryptomarkt im Schlussquartal 2025, der die Handelsvolumina belastete.

Dennoch zeigt sich: Die Profitabilität bleibt intakt. Anders als viele Wettbewerber schafft Coinbase es, auch in schwierigeren Marktphasen Gewinne zu erwirtschaften. Ein entscheidender Vorteil, wenn man bedenkt, dass gerade eToro mit Margen von nur 36 Prozent kämpft – deutlich unter dem Branchenschnitt von 54 Prozent.

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Bewertungsabschlag zur Konkurrenz öffnet Chancen

Besonders interessant wird es beim Blick auf die Bewertung. Während Robinhood und andere Konkurrenten mit deutlich höheren Multiplikatoren gehandelt werden, liegt Coinbase bei einem geschätzten 6,4-fachen EBITDA für 2026. Das entspricht einem Abschlag von über 60 Prozent zu vergleichbaren Plattformen.

Die Frage ist berechtigt: Warum wird Coinbase so viel günstiger bewertet? Ein Teil der Antwort liegt in den regulatorischen Unsicherheiten rund um den Kryptomarkt. Doch gerade hier zeichnet sich Besserung ab. Mit zunehmender regulatorischer Klarheit und neuen Geschäftsfeldern wie Prediction Markets könnte sich die Bewertungslücke schließen.

Die Analysten von Bernstein jedenfalls sind überzeugt: Die aktuelle Schwäche bietet eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Ob sich das Kursziel von 440 Dollar erreichen lässt, hängt maßgeblich davon ab, ob sich der Kryptomarkt stabilisiert und die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verbessern. Die Fundamentaldaten sprechen jedenfalls dafür, dass Coinbase deutlich mehr wert sein könnte als der aktuelle Kurs vermuten lässt.

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Diskussion zu Coinbase

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.