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Coinbase Aktie: Neuer Fahrplan

Coinbase setzt trotz Kursrückgangs auf vier strukturelle Trends für 2026, während institutionelle Investoren ihre Positionen ausbauen und Analysten weiteres Potenzial sehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vier Trends als Wachstumsmotor für 2026 skizziert
  • Institutionelle Investoren erhöhen ihre Beteiligungen
  • Aktie notiert deutlich unter Analystenzielen
  • Übernahme soll Derivate-Geschäft stärken

Coinbase startet ins Börsenjahr 2026 mit Gegenwind vom Kryptomarkt – aber mit einem klaren Plan. Nach einem schwachen Schlussquartal setzt das Management auf strukturelles Wachstum statt kurzfristiger Kursfantasie. Entscheidend ist dabei die Frage, ob die von Coinbase skizzierten Trends stark genug sind, um den Druck durch die jüngste Korrektur im Kryptosektor abzufedern.

Vier Trends als Wachstumstreiber

Zum Jahresauftakt hat David Duong, Head of Research bei Coinbase, einen umfassenden Ausblick für 2026 vorgelegt. Er beschreibt einen „Stacking-Effekt“: Vier Trends aus 2025 sollen sich im neuen Jahr gegenseitig verstärken und so die Nutzung von Krypto-Produkten bei Privatanlegern und Institutionen weiter anschieben.

Im Fokus stehen laut Duong:

  • ETF-Dynamik: Zulassungsprozesse für neue Krypto-ETFs sollen sich verkürzen. Das würde den Zugang zu regulierten Produkten über Bitcoin und Ethereum hinaus verbreitern.
  • Mehr Einsatz von Stablecoins: Stablecoins sollen stärker im Zahlungsverkehr und in sogenannten Delivery-vs-Payment-Strukturen genutzt werden, also dort, wo Zahlung und Lieferung von Vermögenswerten synchron abgewickelt werden.
  • Tokenisierung von Sicherheiten: Tokenisierte Vermögenswerte gewinnen an Akzeptanz als Sicherheiten im Finanzsystem. Das könnte neue Geschäftsfelder rund um Verwahrung, Handel und Besicherung eröffnen.
  • Regulatorische Klarheit: In den USA (GENIUS Act) und Europa (MiCA) entsteht ein klareres Regelwerk. Das senkt Eintrittsbarrieren für institutionelle Investoren, die auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen sind.

Coinbase positioniert diese Entwicklungen als Basis für nachhaltige Nachfrage – auch nach einer Phase mit rückläufigen Kursen. Der Fokus liegt darauf, von wachsendem Handelsvolumen, Verwahrung und neuen Produktkategorien zu profitieren, wenn sich diese Trends materialisieren.

Institutionelle Signale und Expansion

Rückenwind erhält der strategische Ausblick durch aktuelle Daten großer Adressen. Im dritten Quartal hat Allspring Global Investments seine Beteiligung an Coinbase um 16,7 % erhöht und hält nun Aktien im Wert von rund 80,18 Mio. US-Dollar. Vanguard stockte seine Position sogar um 25,5 % auf. Zusätzlich ist Norges Bank mit einem neuen Engagement von über 1 Mrd. US-Dollar eingestiegen.

Diese Bewegungen deuten darauf hin, dass bedeutende institutionelle Investoren das langfristige Potenzial von Coinbase trotz der hohen Schwankungen im Kurs nicht abschreiben. Der Marktwert des Unternehmens liegt bei rund 61 Mrd. US-Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 19,6 – beides Werte, die auf eine bereits etablierte Größe im Sektor hinweisen.

Operativ bleibt Coinbase offensiv. Ende Dezember kündigte das Unternehmen die Übernahme von „The Clearing Company“ an. Damit will Coinbase seine Präsenz in Bereichen wie Prognosemärkten und Derivaten ausbauen. Diese Segmente könnten sich als wichtig erweisen, wenn regulierte Krypto-Produkte und komplexere Anlagestrukturen weiter an Bedeutung gewinnen.

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Kryptokorrektur drückt Bewertung

Die aktuelle Bewertung von Coinbase steht klar unter dem Eindruck der deutlichen Korrektur zum Jahresende 2025. Bitcoin war im Oktober 2025 auf ein Rekordniveau von rund 126.000 US-Dollar gestiegen, bevor die Leitwährung bis zum Jahreswechsel auf etwa 87.600 US-Dollar zurückfiel. Diese Bewegung belastete die Stimmung im gesamten Sektor.

Für die Coinbase-Aktie bedeutete das im Schlussquartal einen Rückgang von knapp 35 %. Der Titel schloss das Jahr 2025 bei 226,14 US-Dollar, was zugleich dem aktuellen Kurs entspricht. Gegenüber dem 52‑Wochen-Hoch liegt die Aktie damit deutlich zurück, während sie klar über dem Jahrestief notiert – ein Bild hoher Volatilität, aber keines vollständigen Einbruchs.

Trotz des Kursdrucks blieb der Mittelzufluss in Krypto-ETFs 2025 robust. In den USA summierten sich die Nettozuflüsse auf 31,77 Mrd. US-Dollar. BlackRocks IBIT-ETF dominierte mit 24,7 Mrd. US-Dollar. Allerdings kühlte die Nachfrage im Dezember spürbar ab, was auf einen verhaltenen Start in das neue Jahr hindeuten könnte. Die grundlegende Infrastruktur für regulierte Kapitalzuflüsse ist jedoch aufgebaut.

Analysten sehen weiter Potenzial

Interessant ist der Kontrast zwischen kurzfristigem Stimmungsdämpfer und langfristigen Erwartungen. Kurz vor Jahresende, am 29. Dezember, senkten die Analysten von Needham ihr Kursziel für Coinbase von 400 auf 290 US-Dollar. Begründet wurde dies mit der jüngsten Bewertungskorrektur und dem nachlassenden Momentum.

Trotz dieser Anpassung bleibt die generelle Analystensicht positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 379 US-Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Niveau. Aus dieser Perspektive signalisiert der Konsens weiter nennenswertes Aufholpotenzial, die Einstufung lautet „Moderate Buy“.

Für die nächsten Wochen rückt nun der nächste harte Datenpunkt in den Mittelpunkt: der Q4-Bericht. Entscheidend wird sein, ob sich die von Duong beschriebenen „komplementären Kräfte“ bereits in konkreten Erlösen widerspiegeln – insbesondere im Stablecoin-Geschäft und im Derivatebereich. Gelingt hier ein überzeugender Nachweis, hätte Coinbase eine solide Basis, um den Abwärtstrend des Schlussquartals 2025 zu verlassen und die strategische Story mit Zahlen zu unterlegen.

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