Drei Wochen können über Milliarden entscheiden. Bis Ende April muss der US-Senat seinen Ausschuss-Markup zum CLARITY Act abschließen — sonst droht das Gesetz vor der Sommerpause zu scheitern. Für Coinbase ist das keine abstrakte Frage der Regulierungspolitik, sondern eine mit konkreten Zahlen hinterlegt.
Stablecoin-Einnahmen: Das Herzstück der Debatte
Im Gesamtjahr 2025 erzielte Coinbase 1,35 Milliarden Dollar aus Stablecoin-Erlösen — rund 19,6 Prozent des Nettoumsatzes. Allein im vierten Quartal erreichten diese Einnahmen mit 364 Millionen Dollar einen Rekordwert, getragen von einem durchschnittlichen USDC-Bestand von 17,8 Milliarden Dollar in Coinbase-Produkten.
Der Streit dreht sich um eine zentrale Frage: Dürfen Kryptobörsen die Erträge aus den Stablecoin-Reserven an Nutzer weitergeben? Der CLARITY Act wollte genau das verbieten — woraufhin Coinbase-CEO Brian Armstrong die Unterstützung für das Gesetz im Januar entzog. Inzwischen hat er seine Position revidiert und fordert auf X die Verabschiedung des Gesetzes.
Weißes Haus gegen Bankenlobby
Der Wirtschaftsrat des Weißen Hauses legte eine formale Analyse vor, die die Warnungen der Bankenbranche deutlich relativiert. Demnach würde die Erlaubnis zur Stablecoin-Verzinsung die Bankkreditvergabe lediglich um 2,1 Milliarden Dollar erhöhen — rund 0,02 Prozent der gesamten ausstehenden Kredite. Die American Bankers Association wies das zurück: Die Analyse ignoriere das eigentliche Risiko, nämlich eine schnelle Skalierung zinszahlender Stablecoins.
Patrick Witt, der federführende Beamte des Weißen Hauses, signalisierte indes Fortschritte: Wenn der aktuelle Kompromiss im Senat halte, ließen sich die verbleibenden Streitpunkte leichter lösen.
Analysten stufen das Risiko für Coinbase als beherrschbar ein. Stablecoin-Erträge seien strategisch wichtig, aber nicht existenziell — das Kerngeschäft bleibe das Transaktionsgeschäft, und das Unternehmen könne sich auch an strengere Regelungen anpassen.
Kursrally und der Termin am 7. Mai
Die Aktie legte am 15. April um 5,3 Prozent zu, nachdem der Nasdaq nahe Allzeithochs kletterte. Einen Tag zuvor hatte ein Bitcoin-Anstieg über 75.000 Dollar bereits ein Plus von 7 Prozent gebracht. Cantor Fitzgerald bekräftigte sein „Overweight“-Rating und deutete an, der Markt habe seinen zyklischen Boden gefunden.
Trotz der Erholung liegt die Aktie seit Jahresbeginn 17,6 Prozent im Minus und notiert 53,6 Prozent unter dem Hochpunkt von 419,78 Dollar aus dem Juli 2025.
Am 7. Mai nach Börsenschluss legt Coinbase seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Das Unternehmen erwartet Subscription- und Service-Erlöse zwischen 550 und 630 Millionen Dollar — belastet durch niedrigere Kryptopreise, gesunkene Zinsen und schwächere Staking-Erträge. Das Handelsvolumen im Privatkundenbereich fiel im vierten Quartal bereits um sechs Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Der Senat-Markup könnte wenige Tage vor dem Earnings-Termin fallen. Selten lagen regulatorisches Schicksal und Quartalsbericht so nah beieinander.
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