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Coinbase Aktie: Countdown für Stablecoin-Deal

Coinbase ringt um ein zentrales Kryptogesetz, das über Milliardenerträge aus Stablecoin-Renditen entscheidet. Die Aktie leidet unter regulatorischer Unsicherheit und schwachen Quartalszahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Entscheidung über CLARITY Act in den nächsten Tagen
  • Jährlich bis zu 1,35 Milliarden Dollar an Stablecoin-Einnahmen
  • Quartalszahlen verfehlen Analystenerwartungen deutlich
  • Aktienkurs mit deutlichem Minus seit Jahresbeginn

Für Coinbase tickt die Uhr im Ringen um das wichtigste Krypto-Gesetz des Jahres. Während Chief Legal Officer Paul Grewal eine Einigung innerhalb von 48 Stunden in Aussicht stellt, geht es für die Handelsplattform um einen massiven Umsatzbringer. Im Zentrum des Konflikts mit dem Bankensektor stehen die lukrativen Renditen aus Stablecoins.

Streitpunkt Stablecoin-Renditen

Der sogenannte CLARITY Act soll den rechtlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte in den USA neu ordnen. Der größte Stolperstein ist dabei die Frage, ob Krypto-Unternehmen weiterhin Renditen auf ungenutzte Stablecoin-Guthaben an ihre Kunden ausschütten dürfen. Traditionelle Banken lobbyieren intensiv gegen diese Praxis, da sie eine erhebliche Abwanderung von Einlagen befürchten.

Für Coinbase steht viel auf dem Spiel. Analysten schätzen, dass das Unternehmen jährlich bis zu 1,35 Milliarden US-Dollar mit diesen passiven Einnahmen generiert. Ein aktueller Kompromissvorschlag aus dem Senat sieht vor, rein passive Renditen künftig zu verbieten, aber aktivitätsbasierte Belohnungen weiterhin zuzulassen.

Enger Zeitplan bis zu den Wahlen

Obwohl Grewal in einem aktuellen Interview von einer Lösung in den nächsten Tagen spricht, bleibt der parlamentarische Zeitplan ambitioniert. Der zuständige Senatsausschuss plant die Bearbeitung des Gesetzesentwurfs erst für die zweite Aprilhälfte. Marktbeobachter warnen, dass das Gesetz bis Anfang Mai das Plenum erreichen muss. Andernfalls dürften die anstehenden Zwischenwahlen in den USA das Vorhaben für dieses Jahr stoppen.

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Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in Prognosemärkten wider. Dort ist die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung des CLARITY Acts im Jahr 2026 von ehemals über 70 Prozent auf aktuell rund 51 Prozent abgerutscht.

Schwache Quartalszahlen belasten

Die regulatorische Hängepartie trifft auf ein ohnehin eingetrübtes fundamentales Umfeld. Im vierten Quartal verfehlte Coinbase die Erwartungen der Wall Street deutlich: Der Gewinn pro Aktie lag mit 0,66 US-Dollar spürbar unter den prognostizierten 0,83 US-Dollar, während der Umsatz im Jahresvergleich um über 20 Prozent auf 1,78 Milliarden US-Dollar schrumpfte. Entsprechend schwach präsentiert sich die Aktie. Mit einem aktuellen Kurs von 145,04 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 28 Prozent.

Der nächste konkrete Meilenstein auf politischer Ebene folgt nach dem 13. April. Dann endet die Osterpause des US-Kongresses und der Bankenausschuss des Senats wird den überarbeiteten Gesetzestext vorlegen. Dieser Entwurf wird final klären, wie stark das künftige Geschäftsmodell von Coinbase im Bereich der Stablecoin-Renditen tatsächlich beschnitten wird.

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