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Coeur Mining Aktie: Voraussetzungen für Mega-Deal

Coeur Mining und New Gold planen einen Zusammenschluss zu einem größeren Edelmetallproduzenten. Die Aktionäre stimmen über den Deal ab, der die Produktion und Finanzkraft deutlich steigern soll.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktionärsabstimmung über Fusion am 27. Januar 2026
  • Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis empfehlen Zustimmung
  • Ziel: Deutlich höhere Gold- und Silberproduktion ab 2026
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch vor Entscheidung

Coeur Mining steht vor einer der wichtigsten Entscheidungen seiner jüngeren Geschichte: Der geplante Zusammenschluss mit New Gold könnte das Unternehmen auf einen neuen Größenmaßstab heben. Kurz vor der entscheidenden Abstimmung hat die Aktie deutlich zugelegt – getragen von der Erwartung, dass die Übernahme durchgeht. Doch was spricht konkret für den Deal?

Starker Kursschub vor Aktionärsvotum

In den vergangenen Wochen hat die Coeur-Mining-Aktie kräftig angezogen. Auf Sicht von 30 Tagen liegt das Plus bei gut 38 %, seit Jahresanfang summiert sich der Anstieg auf rund 47 %. Am Freitag markierte der Titel mit 25,87 US-Dollar ein neues 52‑Wochen-Hoch.

Auslöser des jüngsten Schubs ist die anstehende Abstimmung über die Übernahme von New Gold. Die Transaktion ist als reiner Aktientausch strukturiert: New-Gold-Aktionäre sollen für jede gehaltene Aktie 0,4959 Stammaktien von Coeur erhalten. Nach Vollzug würden die bisherigen Coeur-Eigner etwa 62 % des neuen Konzerns halten, die Aktionäre von New Gold rund 38 %.

Diese Struktur zeigt, dass es um einen echten Zusammenschluss auf Augenhöhe geht – mit spürbarer Verwässerung für bestehende Coeur-Aktionäre, aber eben auch mit entsprechend großem Wachstumssprung.

Unterstützung durch Stimmrechtsberater

Rückenwind für die Transaktion kommt von zwei einflussreichen Stimmrechtsberatern. Sowohl Institutional Shareholder Services (ISS) als auch Glass Lewis empfehlen den New-Gold-Aktionären, für den Zusammenschluss zu stimmen.

Glass Lewis hebt dabei insbesondere die strategische Logik hervor: Durch das Zusammenlegen der beiden Edelmetall-Produzenten entstünde ein größeres Unternehmen mit höherer Produktion und Marktpräsenz. Diese Einschätzung ist für viele institutionelle Investoren relevant, die sich bei ihren Abstimmungsentscheidungen häufig an den Empfehlungen solcher Berater orientieren.

Formal lief die Frist für vorab abgegebene Stimmen der New-Gold-Aktionäre bereits am Freitagvormittag (US-Ostküstenzeit) aus. Am Dienstag, dem 27. Januar 2026, stehen dann die entscheidenden außerordentlichen Hauptversammlungen beider Unternehmen an, auf denen über die für die Fusion notwendigen Beschlüsse abgestimmt wird.

Strategische Dimension des Zusammenschlusses

Die Unternehmen positionieren die Übernahme als klaren Strategiewechsel in Richtung „Senior Producer“ mit Fokus auf Nordamerika. Der gemeinsame Konzern soll künftig sieben Minenstandorte in den USA, Kanada und Mexiko bündeln.

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Die intern kommunizierten Zielgrößen für 2026 sind ambitioniert:

  • Rund 20 Millionen Unzen Silberproduktion
  • Etwa 900.000 Unzen Goldproduktion
  • Erwarteter EBITDA von rund 3 Milliarden US-Dollar
  • Geplanter Free Cashflow von etwa 2 Milliarden US-Dollar

Diese Werte liegen deutlich über den bisherigen Solo-Projektionen von Coeur und würden die Bilanzkraft und Investitionsfähigkeit spürbar erhöhen. Laut Management sollen damit vor allem organische Wachstumsprojekte im kombinierten Portfolio schneller vorangetrieben werden.

Zudem stellt Coeur den Deal als „hoch akretiv“ auf wesentliche Kennzahlen je Aktie dar, also etwa Gewinn oder Cashflow je Anteil. Für Aktionäre ist das ein zentraler Punkt: Trotz Verwässerung durch neue Aktien soll der wirtschaftliche Wert pro Anteil steigen.

Der Zeitpunkt ist aus Branchensicht nicht zufällig gewählt. Gold und Silber profitieren aktuell sowohl von industrieller Nachfrage als auch von ihrer Rolle als sicherer Hafen. Parallel dazu erlebt der Minensektor eine Konsolidierungswelle, bei der größere, diversifiziertere Produzenten entstehen sollen. Die Coeur-New-Gold-Transaktion reiht sich in diesen Trend ein.

Wichtige Termine im Blick

Kurzfristig richtet sich der Blick des Marktes klar auf den kommenden Dienstag: Gelingt die Zustimmung der Aktionäre auf beiden Seiten, wäre eine zentrale Hürde für den Vollzug der Transaktion genommen. Der Abschluss wird für das erste Quartal 2026 angepeilt.

Direkt danach rücken die nächsten Wegmarken in den Vordergrund. Coeur will die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am Mittwoch, 18. Februar 2026, nach US-Börsenschluss vorlegen. Am Morgen des 19. Februar folgt eine Telefonkonferenz mit dem Management, in der Anleger mit Details zur Integration und zum künftigen Fahrplan des kombinierten Unternehmens rechnen können.

Die jüngste Kursrally bis zum neuen Jahres- und 52‑Wochen-Hoch zeigt, dass der Markt dem Deal derzeit klaren Vorschuss gewährt. In den kommenden Wochen wird sich entscheiden, ob die operative Entwicklung und die Umsetzung der Fusion diese hohen Erwartungen bestätigen.

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