Coeur Mining hat 2025 die stärksten Finanzergebnisse der Unternehmensgeschichte erzielt – und trotzdem schwankt die Aktie stark. Der Grund liegt weniger im Unternehmen selbst als in den Edelmetallmärkten, die derzeit von geopolitischen Schocks und Währungsbewegungen durchgeschüttelt werden.
Silber-Achterbahn bestimmt den Kurs
Gestern legte die Aktie rund 5 Prozent zu. Auslöser war eine Erholung bei Silber und Gold, nachdem beide Metalle zuvor massiv unter Druck geraten waren. Silber war innerhalb weniger Tage von über 96 Dollar auf rund 83 Dollar je Unze gefallen – ein Rückgang von mehr als 6 Prozent an einem einzigen Tag. Gold verlor ebenfalls deutlich, nachdem ein anfänglicher Preisanstieg infolge von Militärschlägen der USA und Israels gegen Iran rasch wieder verpuffte. Ein stärkerer US-Dollar verstärkte den Druck auf die dollardenominierten Rohstoffe zusätzlich.
Für einen Produzenten wie Coeur Mining, dessen Cashflows direkt an Silber- und Goldpreise gekoppelt sind, übersetzen sich solche Ausschläge unmittelbar in Kursbewegungen – in beide Richtungen. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität der Aktie liegt derzeit bei knapp 92 Prozent, was diesen Zusammenhang eindrücklich bestätigt.
Starke Zahlen als Fundament
Unabhängig vom kurzfristigen Preisrauschen stehen die Jahreszahlen für 2025 für sich: Coeur erzielte einen Umsatz von 2,07 Milliarden Dollar, ein bereinigtes EBITDA von 1,03 Milliarden Dollar und einen GAAP-Nettogewinn von knapp 586 Millionen Dollar. Die Goldproduktion stieg auf rund 419.000 Unzen, die Silberproduktion auf 17,9 Millionen Unzen. Gleichzeitig sank die Gesamtverschuldung auf 340,5 Millionen Dollar, während die liquiden Mittel auf 553,6 Millionen Dollar kletterten.
Auch die Reservenbasis wuchs deutlich: Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Goldreserven stiegen auf 4,4 Millionen Unzen, die Silberreserven auf 274,4 Millionen Unzen. Besonders auffällig: Die Goldreserven der Wharf-Mine legten um 65 Prozent zu und verlängern die Minenlebensdauer auf rund zwölf Jahre.
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Übernahme als nächster Wachstumsschritt
Der strukturell bedeutsamste Schritt steht noch aus. Das Oberste Gericht von British Columbia hat die geplante Übernahme von New Gold bereits genehmigt. Ausstehend ist noch die Freigabe nach dem Investment Canada Act. Der Abschluss wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet.
Mit den kanadischen Operationen New Afton und Rainy River soll das kombinierte Portfolio aus sieben nordamerikanischen Minen künftig rund 3 Milliarden Dollar EBITDA und 2 Milliarden Dollar freien Cashflow generieren. Institutionelle Investoren haben das offenbar registriert: Im vierten Quartal 2025 bauten 308 institutionelle Anleger ihre Positionen aus, darunter FMR LLC mit einem Zukauf von über 15 Millionen Aktien.
Die nächsten Quartalszahlen werden am 6. Mai 2026 erwartet und dürften zeigen, ob Coeur den operativen Schwung aus 2025 ins neue Jahr mitnehmen konnte – und wie weit die New-Gold-Integration vorangeschritten ist.
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