Der Edelmetall-Produzent Coeur Mining hat 2025 die erfolgreichsten Zahlen seiner Firmengeschichte vorgelegt – und steht gleichzeitig vor der größten strategischen Weichenstellung seit Jahren. Die geplante Übernahme von New Gold soll das Unternehmen in eine neue Größenordnung katapultieren.
Verdoppelung bei Umsatz und EBITDA
Die Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 sprechen eine deutliche Sprache: Der Umsatz verdoppelte sich auf 2,1 Milliarden Dollar, getrieben durch Rekordproduktion und gestiegene Edelmetallpreise. Der Nettogewinn verzehnfachte sich auf 586 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA verdreifachte sich auf eine Milliarde Dollar.
Besonders bemerkenswert: Die Kassenbestände kletterten von 55 Millionen auf 554 Millionen Dollar, während die Gesamtverschuldung von 590 Millionen auf 341 Millionen Dollar sank. Coeur erreichte damit erstmals seit Jahren eine Netto-Cash-Position. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren erwirtschaftete das Unternehmen ein EBITDA von lediglich 142 Millionen Dollar bei einem negativen freien Cashflow von 297 Millionen Dollar.
Mitverantwortlich für den Sprung war die Übernahme von SilverCrest im Februar 2025, deren hochgradige Las Chispas-Mine in Mexiko zur Rekordproduktion von 422.031 Unzen Gold und 17,9 Millionen Unzen Silber beitrug.
New Gold-Deal mit 7 Milliarden Dollar Volumen
Das derzeit bedeutendste Ereignis ist die bevorstehende Übernahme von New Gold. Der Supreme Court of British Columbia hat dem Arrangement-Plan bereits zugestimmt. Coeur wird sämtliche ausstehenden Stammaktien von New Gold übernehmen – allerdings ausschließlich durch Aktientausch.
New Gold-Aktionäre erhalten 0,4959 Coeur-Aktien für jede New Gold-Aktie. Nach Vollzug werden bestehende Coeur-Aktionäre 62 Prozent der Anteile halten, New Gold-Aktionäre 38 Prozent. Die Transaktion bewertet New Gold mit rund 7 Milliarden Dollar und soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen unter dem Investment Canada Act.
Die kombinierte Gesellschaft würde eine Marktkapitalisierung von etwa 20 Milliarden Dollar erreichen und zu den zehn größten Edelmetallproduzenten weltweit aufsteigen – mit sieben nordamerikanischen Betrieben, die 2026 voraussichtlich 1,25 Millionen Goldäquivalent-Unzen fördern. Über 80 Prozent der Umsätze würden aus den USA stammen.
Ambitionierte Cashflow-Prognose
Die strategische Logik hinter dem Deal ist klar: Skalierung und Cashflow-Generation. Das Management erwartet für 2026 ein EBITDA von 3 Milliarden Dollar und einen freien Cashflow von 2 Milliarden Dollar – bei einer Gesamtproduktion von 20 Millionen Unzen Silber, 900.000 Unzen Gold und 100 Millionen Pfund Kupfer.
Für die eigenständigen Coeur-Operationen liegt die 2026er-Prognose bei 390.000 bis 460.000 Unzen Gold sowie 18,2 bis 21,3 Millionen Unzen Silber. Die adjusted costs applicable to sales sollen zwischen 750 und 950 Dollar je Goldunze liegen, bei Silber zwischen 12,50 und 14,50 Dollar je Unze.
Ausführungsrisiko bleibt bestehen
Nach Jahren hoher Kapitalinvestitionen in die Rochester-Expansion und strategische Übernahmen spricht das Management von einer „Erntephase“ mit starkem Cashflow. Doch der reine Aktientausch birgt Verwässerungsrisiko. Aktionärswert hängt vollständig von der Realisierung der angekündigten Synergien und Ertragsverbesserungen ab. Regulatorische Genehmigungen und Umweltauflagen in mehreren Jurisdiktionen erhöhen die Komplexität. Der Deal ist strategisch überzeugend – ob die ehrgeizigen Prognosen eingelöst werden, entscheidet sich in den kommenden 18 Monaten.
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