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Coeur Mining Aktie: Lagebericht

Nach Zustimmung durch Gericht und Aktionäre steht der Fusion von Coeur Mining und New Gold nur noch die regulatorische Freigabe entgegen. Der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gericht erteilt finale Zustimmung für Zusammenschluss
  • Aktionäre stimmen mit überwältigender Mehrheit zu
  • Umtauschverhältnis und Eigentümerstruktur festgelegt
  • Abschluss der Transaktion für 1. Halbjahr 2026 geplant

Coeur Mining hat für die Übernahme von New Gold eine zentrale Hürde genommen. Ein Gericht in British Columbia gab Ende Januar grünes Licht. Damit wird aus der angekündigten Fusion immer mehr ein konkreter Fahrplan – auch wenn noch nicht alles entschieden ist.

Gericht sagt Ja – Aktionäre auch

Am 30. Januar erteilte der Supreme Court of British Columbia die endgültige Zustimmung für den Zusammenschluss. Zuvor hatten bereits die Aktionäre beider Unternehmen zugestimmt. Besonders deutlich fiel das Votum bei New Gold aus: 99,22% der Anteilseigner stimmten am 27. Januar für die Transaktion.

Die Übernahme ist als Aktientausch geplant. Für jede New-Gold-Aktie sollen Anleger 0,4959 Coeur-Aktien erhalten. Nach Abschluss würden die bisherigen Coeur-Aktionäre rund 62% am kombinierten Unternehmen halten, die früheren New-Gold-Investoren etwa 38%.

Was jetzt noch fehlt: Regulatorisches Go

Trotz der breiten Zustimmung ist der Deal noch nicht final. Es stehen letzte Freigaben aus, unter anderem eine Prüfung nach dem kanadischen Investment Canada Act. Coeur Mining peilt weiterhin einen Abschluss in der ersten Jahreshälfte 2026 an.

Die Dimension ist klar: Bei der Ankündigung am 3. November 2025 wurde New Gold mit rund 7 Mrd. US-Dollar bewertet. Für das fusionierte Unternehmen stellte Coeur eine Marktkapitalisierung von etwa 20 Mrd. US-Dollar in Aussicht.

Wichtige Eckdaten zur Transaktion:
– Gerichtliche Genehmigung: 30. Januar 2026
– Aktionärsvotum New Gold: 99,22% Zustimmung (27. Januar 2026)
– Umtauschverhältnis: 0,4959 Coeur-Aktien je New-Gold-Aktie
– Eigentümerstruktur nach Closing: ca. 62% Coeur / 38% New Gold
– Ziel für den Abschluss: 1. Halbjahr 2026

Synergien und Integration rücken in den Fokus

Mit New Gold kämen die kanadischen Assets New Afton (Kupfer/Gold) und Rainy River (Gold) hinzu, die dann mit den bestehenden fünf Produktionsstandorten von Coeur in den USA und Mexiko kombiniert würden. Laut den Prognosen aus der ursprünglichen Ankündigung soll das gemeinsame Unternehmen 2026 rund 1,25 Mio. Goldäquivalent-Unzen produzieren – darunter etwa 20 Mio. Unzen Silber und 900.000 Unzen Gold. Über 80% der Erlöse würden dabei aus den USA und Kanada stammen.

Finanziell stellte Coeur in Aussicht, dass das kombinierte Unternehmen 2026 etwa 3 Mrd. US-Dollar EBITDA und rund 2 Mrd. US-Dollar Free Cashflow erzielen könnte. Zum Vergleich: Für Coeur allein wurden für 2025 rund 1 Mrd. US-Dollar EBITDA und etwa 550 Mio. US-Dollar Free Cashflow erwartet. Wie belastbar diese Brücke ist, dürfte stark davon abhängen, wie schnell Integration und Synergien tatsächlich greifen.

Am Markt steht die Aktie zuletzt klar unter Druck: In den vergangenen sieben Tagen ging es um 22,44% nach unten.

Am 18. Februar nach US-Börsenschluss legt Coeur Mining die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vor, gefolgt von einer Telefonkonferenz am 19. Februar. Entscheidend dürften dabei weniger die Rückschau-Zahlen sein als konkrete Aussagen zum Integrationszeitplan und zu den Synergie-Zielen für den New-Gold-Zusammenschluss.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.