Normalerweise leiden Minenwerte unter Druck, wenn die Rohstoffpreise fallen. Doch am Freitag zeigte Coeur Mining bemerkenswerte relative Stärke und trotzte einer deutlichen Korrektur am Silbermarkt. Verantwortlich für diesen ungewöhnlichen Kursanstieg ist eine entscheidende Weichenstellung für die geplante Übernahme von New Gold, die eine große Unsicherheit aus dem Markt nimmt.
Wichtige Hürde für Fusion genommen
Der primäre Auslöser für die Entkopplung vom Silberpreis war eine Empfehlung von Institutional Shareholder Services (ISS). Der einflussreiche Stimmrechtsberater rät den Aktionären offiziell, der geplanten Fusion mit New Gold zuzustimmen. Diese Transaktion, ein reiner Aktiendeal im Wert von rund 7 Milliarden US-Dollar, gilt als Herzstück der Expansionsstrategie von CEO Mitchell J. Krebs.
Ziel des Zusammenschlusses ist die Integration der kanadischen Minen Rainy River und New Afton, um einen der größten Edelmetallproduzenten Nordamerikas zu formen. Durch die Unterstützung der ISS steigt die Wahrscheinlichkeit signifikant, dass die nötige Mehrheit für den Deal erreicht wird. Investoren bewerten dies als Bestätigung des Kurses, was sich unmittelbar in der Aktienperformance widerspiegelte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Coeur Mining?
Stärke trotz Sektorschwäche
Die Divergenz am Freitag war offensichtlich: Während der Silberpreis um über 4 Prozent korrigierte, kletterte die Coeur-Aktie um 6,41 Prozent auf 22,58 US-Dollar. Damit notiert das Papier exakt am 52-Wochen-Hoch, das am 16. Januar 2026 markiert wurde.
Dieser Anstieg ist nicht nur auf die allgemeine Branchenbewegung zurückzuführen – auch wenn Konkurrenten wie Hecla Mining zulegten –, sondern spezifisch auf den Wegfall der Fusions-Risiken. Der Markt honoriert die Aussicht auf das entstehende Unternehmen stärker als die kurzfristige Schwäche des Basiswerts Silber. Dennoch gibt es auch warnende Signale: Institutionelle Anleger wie SG Americas Securities haben im dritten Quartal ihre Positionen deutlich reduziert, was auf Gewinnmitnahmen nach dem starken Umsatzwachstum der letzten Monate hindeutet.
Fazit: Analystenziele hinken hinterher
Der Fokus richtet sich nun auf die formelle Abstimmung der Aktionäre, die nach der ISS-Empfehlung als Formsache gilt. Charttechnisch testet die Aktie mit dem Schlusskurs den Ausbruchsbereich. Bemerkenswert ist die Diskrepanz zu den Analystenschätzungen: Während der Konsens zwar weiterhin auf „Kaufen“ lautet, liegt das durchschnittliche Kursziel von 16,75 US-Dollar mittlerweile deutlich unter dem aktuellen Marktwert. Dies dürfte Experten dazu zwingen, ihre Modelle zeitnah an die Realität der gestiegenen Metallpreise und der bevorstehenden Fusion anzupassen.
Coeur Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coeur Mining-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Coeur Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coeur Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Coeur Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
