CIBC hat die Abdeckung von Coeur Mining mit einem „Outperformer“-Rating und einem Kursziel von 40 US-Dollar aufgenommen – ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. Hintergrund ist eine Kombination aus Rekordergebnissen für 2025 und einer laufenden Übernahme, die das Unternehmen grundlegend verändern soll.
Rekordjahr 2025 als Fundament
Das abgelaufene Geschäftsjahr lief für Coeur Mining außergewöhnlich gut. Der Umsatz kletterte auf 2,07 Milliarden US-Dollar, der GAAP-Nettogewinn auf 585,9 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA auf 1,03 Milliarden Dollar. Die Goldproduktion stieg auf 419.046 Unzen, die Silberproduktion auf 17,9 Millionen Unzen. Gleichzeitig baute das Unternehmen seine Schulden auf 340,5 Millionen Dollar ab, während die liquiden Mittel auf 553,6 Millionen Dollar anstiegen.
CIBC bezeichnete 2025 als „sehr erfolgreiches Jahr“ und einen wichtigen Wendepunkt – getragen von soliden Ergebnissen an allen fünf Minen. Für 2026 erwartet die Bank einen freien Cashflow von rund 2,4 Milliarden Dollar auf Basis aktueller Rohstoffpreise, was einer Free-Cash-Flow-Rendite von über 10 Prozent entspräche.
Die New-Gold-Übernahme als Schlüsselfaktor
Im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie steht die geplante Übernahme von New Gold, die im November 2025 angekündigt wurde. Die Transaktion – eine reine Aktientransaktion – wurde bereits von den New-Gold-Aktionären genehmigt und erhielt die gerichtliche Zustimmung des Supreme Court of British Columbia. Noch ausstehend sind die Genehmigung nach dem Investment Canada Act sowie weitere regulatorische Auflagen.
Die Übernahme würde die kanadischen Minen Rainy River und New Afton in das Portfolio integrieren. Das kombinierte Unternehmen käme auf eine jährliche Goldäquivalentproduktion von über 1,2 Millionen Unzen und mehr als 20 Millionen Unzen Silber pro Jahr. Die geografische Aufstellung des Nettovermögens würde sich auf 46 Prozent Kanada, 33 Prozent USA und 21 Prozent Mexiko verteilen. CIBC sieht das fusionierte Unternehmen als einen der zwei größten Silberproduzenten in seinem Analyseuniversum.
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Risiken bleiben real
Auf institutioneller Seite gab es zuletzt gemischte Signale: Barclays reduzierte seinen Anteil im dritten Quartal um 15 Prozent, Schroders um 6,1 Prozent. Beide Bewegungen spiegeln regulatorische Pflichtmeldungen wider und müssen nicht zwingend eine veränderte Fundamentaleinschätzung bedeuten.
Entscheidend bleibt die Frage der Umsetzung. CIBC projiziert für das kombinierte Unternehmen ein EBITDA von rund 3 Milliarden Dollar und einen freien Cashflow von 2 Milliarden Dollar in 2026. Werden diese Ziele verfehlt, droht Verwässerung ohne entsprechende Gegenleistung für Aktionäre. Regulatorische Hürden in mehreren Jurisdiktionen erhöhen die Komplexität zusätzlich.
Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant – und damit rückt der entscheidende Praxistest für Coeurs Ambitionen als nordamerikanischer Edelmetallproduzent der Spitzenklasse näher.
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