Die geplante 7-Milliarden-Dollar-Fusion von Coeur Mining mit New Gold Inc. gerät unter Druck. Klagen von Aktionären zwingen das Unternehmen zu zusätzlichen Offenlegungen – nur wenige Tage vor der entscheidenden Abstimmung am 27. Januar. Kann der Mega-Deal noch gerettet werden?
Eilige Schadensbegrenzung vor kritischer Abstimmung
Am 16. Januar reichte Coeur Mining ergänzende Unterlagen bei der Börsenaufsicht SEC ein. Hintergrund sind zwei Klagen, die Anfang Januar in New York eingereicht wurden. Die Vorwürfe: Die ursprünglichen Informationen zur geplanten Fusion seien unvollständig und irreführend gewesen. Konkret geht es um die Bewertungsanalysen der Finanzberater BMO Capital Markets und RBC Capital Markets.
Coeur Mining weist die Anschuldigungen zwar als unbegründet zurück, liefert aber dennoch freiwillig detailliertere Informationen nach. Die Strategie ist klar: Das Unternehmen will Verzögerungen vermeiden und sicherstellen, dass die Aktionärsversammlung wie geplant stattfinden kann. Die Nachreichungen enthalten präzisere Angaben zu Bewertungsmultiplikatoren, Vergleichsunternehmen und den verwendeten Finanzkennzahlen.
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Der Deal im Detail
Die im November 2025 angekündigte Transaktion sieht vor, dass New Gold-Aktionäre für jede ihrer Aktien 0,4959 Coeur-Aktien erhalten. Nach Abschluss würden die bisherigen Coeur-Aktionäre rund 62 Prozent des fusionierten Unternehmens halten, New Gold-Aktionäre etwa 38 Prozent.
Das Timing der Klagen ist brisant: Nur eine Woche zuvor hatte der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS den New Gold-Aktionären empfohlen, für die Fusion zu stimmen. ISS bezeichnet den Deal als „strategisch sinnvoll“ und verweist auf erwartete Synergien, eine stärkere Bilanz und verbesserte Liquidität. Auch die Ratingagentur Moody’s prüft mögliche Hochstufungen beider Unternehmen.
Entscheidung steht unmittelbar bevor
Am 27. Januar werden die Coeur-Aktionäre über die Ausgabe neuer Aktien zur Finalisierung der Übernahme abstimmen. Die nun veröffentlichten Zusatzinformationen sollen sicherstellen, dass die Abstimmung nicht durch die laufenden Rechtsstreitigkeiten verzögert wird. Am 18. Februar folgen dann die vollständigen Geschäftszahlen für 2025 – ein Termin, der zeigen wird, aus welcher Position heraus Coeur in die geplante Fusion geht.
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