Ein einziger Personalvorschlag hat die Edelmetallmärkte am Freitag durchgeschüttelt – und Coeur Mining gleich mit nach unten gezogen. Nicht unternehmensinterne Probleme standen im Mittelpunkt, sondern die Sorge vor einer deutlich strafferen US-Geldpolitik. Doch ausgerechnet in dieses Marktchaos fiel eine wichtige Nachricht zur geplanten Übernahme von New Gold.
Warum die Aktie plötzlich kippte
Auslöser der abrupten Abwärtsbewegung war laut Bericht vor allem ein Makro-Schock: Die Nominierung von Kevin Warsh als nächster Chef der US-Notenbank Fed. Anleger sehen Warsh als klaren „Falken“, der einen starken US-Dollar und strikte Inflationsbekämpfung in den Vordergrund stellen könnte.
Das traf besonders den Edelmetallsektor. Silber verzeichnete einen außergewöhnlich starken Tagesrückgang – und zog ungesicherte Produzenten wie Coeur Mining mit nach unten. Selbst positive Unternehmensnachrichten konnten in dieser Phase kaum stützen, weil die Verkäufe den gesamten Sektor erfassten.
Beim Kurs zeigt sich die Wucht: In den letzten sieben Tagen ging es laut den vorliegenden Daten um -29,42% auf aktuell 19,00 US-Dollar nach unten.
Gericht gibt grünes Licht für New-Gold-Deal
Während die Märkte tobten, machte Coeur Mining strategisch einen wichtigen Schritt nach vorne: Am 30. Januar hat der Supreme Court of British Columbia eine finale Anordnung erlassen, die den Plan zur Übernahme von New Gold Inc. per „Arrangement“ genehmigt.
Die wesentlichen Punkte des Deals:
- Aktientausch: New-Gold-Aktionäre sollen 0,4959 Coeur-Aktien je New-Gold-Aktie erhalten
- Zeitplan: Abschluss in der ersten Hälfte 2026 erwartet
- Offene Hürde: finale Zustimmung nach dem Investment Canada Act
- Ziel: ein größerer nordamerikanischer Edelmetallproduzent mit operativen Synergien
Damit ist die juristische Seite in Kanada im Kern abgehakt – ein Meilenstein, auch wenn der Markt ihn am Freitag praktisch überhörte.
Institutionelle Signale – trotz Volatilität
Spannend ist der Blick auf die Eigentümerstruktur: Laut Meldung zu aktuellen Einreichungen (berichtet am 1. Februar 2026) baute Great Lakes Advisors LLC im dritten Quartal eine neue Position auf und kaufte 114.247 Aktien. Insgesamt halten institutionelle Investoren demnach rund 63% der Anteile.
Was heißt das konkret? Trotz der heftigen Bewegungen rund um das „Warsh“-Thema scheint das langfristige Interesse größerer Adressen nicht abgerissen zu sein – auch wenn kurzfristig weiterhin die Makro-Schlagzeilen den Ton angeben.
Zum Wochenstart heute dürfte daher vor allem zählen, ob sich der Schock an den Edelmetallmärkten beruhigt. Sobald dieser Druck nachlässt, rückt für Anleger wieder das Operative in den Vordergrund: der erwartete Abschluss der New-Gold-Transaktion in der ersten Jahreshälfte 2026 – inklusive der noch ausstehenden Freigabe nach dem Investment Canada Act.
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