Coeur Mining hat im vergangenen Jahr operative Rekorde aufgestellt und den Umsatz nahezu verdoppelt. Trotz dieser fundamentalen Stärke geraten die Papiere des Edelmetallproduzenten aktuell deutlich unter Druck. Verantwortlich dafür sind keine internen Probleme, sondern hartnäckige Inflationsdaten aus den USA, die den gesamten Sektor belasten.
Inflation schlägt auf Edelmetalle durch
Die US-Notenbank Fed hält die Zinsen vorerst stabil. Gleichzeitig überraschten die Erzeugerpreise (PPI) mit einem unerwartet hohen Anstieg auf 3,4 Prozent. Diese makroökonomische Gemengelage stärkte umgehend den US-Dollar und löste eine Verkaufswelle bei Gold aus, das am Mittwoch um über drei Prozent nachgab. Da Coeur Mining rund 70 Prozent seiner Einnahmen aus dem Goldgeschäft generiert, schlug diese Entwicklung direkt auf die Bewertung des Unternehmens durch. Silber, das weitere 20 Prozent des Umsatzes beisteuert, zeigte sich in einigen Märkten zwar robuster, konnte den Abwärtsdruck auf die Aktie aber nicht kompensieren.
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Fundamentaldaten vs. Charttechnik
Dabei liest sich die jüngste Geschäftsbilanz äußerst positiv. Getrieben von einer hohen Produktion in der Rochester-Mine und starken Durchschnittspreisen kletterte der Jahresumsatz 2025 auf 2,1 Milliarden US-Dollar. An der Börse rückt diese Stärke momentan in den Hintergrund. Nach einem Kursverlust von rund elf Prozent auf Wochensicht ist das Papier mittlerweile unter die 50-Tage-Linie bei 19,31 Euro gerutscht und schloss gestern bei 16,72 Euro. Charttechnisch nähert sich der Titel damit langsam einem überverkauften Bereich.
Übernahme als nächster Katalysator
Trotz des aktuellen Gegenwinds durch die Zinspolitik treibt das Management die strategische Neuausrichtung voran. Im Fokus steht die geplante Übernahme von New Gold, die das finanzielle Profil des Unternehmens bis Ende 2026 grundlegend verändern soll. Das Management kalkuliert durch die Integration mit einer Verdopplung des jährlichen freien Cashflows auf zwei Milliarden US-Dollar sowie sinkenden operativen Gesamtkosten. Analysten bewerten das Potenzial der Fusion positiv und rufen für die Aktie ein mittleres Kursziel von 26,00 US-Dollar aus.
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