Coca-Cola hebt zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose an. Der Konzern verkaufte im dritten Quartal mehr Softdrinks als erwartet, vor allem zuckerfreie Produkte liefen gut. Die Börse reagiert zunächst gelassen.
Solide Zahlen, leichte Preisanhebung
Der Umsatz wuchs um gut sieben Prozent auf knapp 13,4 Milliarden Dollar. Organisch, also ohne Wechselkurs- und Portfolioeffekte, fiel das Plus ähnlich stark aus. Neben höheren Absatzmengen trugen leichte Preisanhebungen dazu bei.
Beim Ergebnis legte Coca-Cola noch deutlicher zu. Das operative Ergebnis stieg um zwölf Prozent auf knapp 4,47 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um acht Prozent auf gut vier Milliarden Dollar. Das vergleichbare Ergebnis je Aktie lag mit 0,91 Dollar etwas über den Erwartungen der Analysten.
Höhere Ziele für 2026
Konzernchef Henrique Braun rechnet für 2026 nun mit einem organischen Umsatzplus von mindestens fünf Prozent. Im Juli hatte das Unternehmen noch rund fünf Prozent in Aussicht gestellt.
Auch beim Ergebnis je Aktie schraubt das Management die Latte höher. Erwartet wird jetzt ein Zuwachs von mindestens elf Prozent, zuvor waren es neun bis zehn Prozent.
Aktie knapp unter Rekordhoch
An der Börse sorgten die Zahlen vorbörslich kaum für Bewegung. Eine Erklärung dafür liefert der bisherige Kursverlauf: Die Aktie hat im laufenden Jahr kräftig zugelegt und erreichte am vergangenen Donnerstag mit etwas über 95 Dollar ein Rekordhoch. Zuletzt notierte sie vorbörslich bei rund 93,40 Dollar, nach Angaben aus dem frühen Handel mal leicht im Plus, mal leicht im Minus.
Ein Großteil der guten Nachrichten dürfte damit bereits eingepreist sein. Im Dow Jones gehört Coca-Cola an diesem Dienstag zu drei Konzernen mit Quartalsbericht, neben Boeing und Sherwin-Williams. Der Markt blickt zudem auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Dann legen auch Alphabet und Microsoft nachbörslich ihre Zahlen vor.
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