Nach einem holprigen Start ins Börsenjahr meldet sich Coca‑Cola technisch zurück. Nach sechs Verlusttagen in Folge drehte der Kurs am Donnerstag deutlich nach oben und eroberte eine zentrale Unterstützungszone. Gleichzeitig sorgt ein frischer Analystenimpuls von Wells Fargo für neue Argumente auf der Long-Seite. Im Zentrum steht nun die Frage, ob der Sprung über den langfristigen Durchschnitt Bestand hat – oder nur eine kurze Atempause bleibt.
Technische Erholung nach Verlustserie
Zu Beginn der Woche stand die Aktie unter spürbarem Druck, die erste Handelswoche 2026 war klar von Abgaben geprägt. Erst am Donnerstag kam die Wende: Nach einer sechstägigen Verlustserie legte der Titel deutlich zu und stoppte damit den kurzfristigen Abwärtstrend.
Aus technischer Sicht ist vor allem ein Punkt entscheidend: Der Kurs liegt aktuell bei 69,37 US‑Dollar und damit wieder klar über der 200‑Tage-Linie, die bei 61,09 US‑Dollar verläuft. Dass die Aktie diese Marke zurückerobert und gleichzeitig rund 15 % über dem 12‑Monats‑Tief notiert, werteten Marktteilnehmer als Signal, dass der Verkaufsdruck vorerst nachlässt.
Im kurzfristigen Bild fällt zudem auf, dass Coca‑Cola im 30‑Tage-Vergleich um rund 15,5 % zugelegt hat, während der RSI mit 33,9 noch keinen überhitzten Markt signalisiert. Die Erholung fällt also kräftig aus, ohne technisch bereits in eine Extremzone zu laufen.
Wells Fargo wird offensiver
Rückenwind kommt von Analystenseite. Wells Fargo hat Coca‑Cola in dieser Woche auf die hauseigene „Q1 2026 Tactical Ideas List“ gesetzt. Hinter dieser Einstufung steht die Einschätzung, dass der Getränkehersteller für das laufende Quartal besonders interessant positioniert ist.
Die Bank vergibt ein „Overweight“-Rating und sieht das Kursziel bei 79 US‑Dollar. Begründet wird dies mit:
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- positiven Trends im US‑Geschäft,
- erwarteten günstigen Vorjahresvergleichen im Sommer 2026,
- der Rolle von Coca‑Cola als defensiver Dividendenwert in einem schwankungsanfälligen Marktumfeld.
Ausgehend vom aktuellen Niveau entspräche das Kursziel einem Aufwärtspotenzial von grob 14 %. Für viele Anleger unterstreicht das die Sicht, dass Coca‑Cola trotz kurzfristiger Schwankungen vor allem als stabiler Cashflow-Lieferant wahrgenommen wird.
Gemischte Signale von Institutionen
Nicht alle Profiadressen haben ihre Position zuletzt ausgebaut. Laut einer aktuellen Meldung von Securian Asset Management Inc. hat der Vermögensverwalter seinen Anteil an Coca‑Cola im jüngsten Berichtszeitraum um 7,6 % reduziert und dabei über 15.000 Aktien veräußert.
Zusätzlich zeigen Insiderreports in den vergangenen Monaten Verkäufe durch Manager, darunter auch COO Henrique Braun. Konkrete Gründe werden nicht genannt; dennoch nehmen Marktbeobachter solche Transaktionen genau zur Kenntnis, weil sie das Bild der institutionellen Nachfrage nuancieren.
Trotz dieser Verkäufe bleibt der übergeordnete Konsens an der Wall Street positiv. Im Vordergrund steht weiterhin die Erwartung, dass Coca‑Cola dank Preissetzungsmacht und solider Cashflows auch in einem Umfeld kostenbewusster Verbraucher vergleichsweise robust durch das Jahr 2026 kommen kann.
Fazit: Spannende Bewährungsprobe im Januar
Kurzfristig rückt nun die Zone um 69 US‑Dollar in den Fokus. Hält die Aktie ihr Niveau über der 200‑Tage-Linie und kann die jüngsten Gewinne in den kommenden Handelstagen verteidigen, stützt das das Szenario einer nachhaltigen Trendwende und lässt den von Wells Fargo skizzierten Weg in Richtung 79 US‑Dollar offen. Rutscht der Kurs dagegen wieder klar unter den langfristigen Durchschnitt, würde das Signal der technischen Erholung deutlich an Kraft verlieren und den Verkaufsdruck der ersten Handelstage 2026 erneut in den Vordergrund rücken.
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