Coca-Cola erlebt in Europa einen ruhigen Wochenstart. Mit den geschlossenen US-Börsen zum Martin-Luther-King-Feiertag rücken die jüngsten Weichenstellungen für Führung und Strategie stärker in den Vordergrund. Der Konzern bereitet einen CEO-Wechsel, eine Neuordnung der Regionen und einen Kurswechsel bei Costa Coffee vor.
Auf den europäischen Handelsplätzen zeigte sich der Kurs stabil und lag am Nachmittag auf Tradegate bei rund 60,58 Euro.
Neuer CEO und digitale Offensive
Am 14. Januar hat Coca-Cola eine umfassende Führungs- und Betriebsstrukturreform angekündigt. Kernpunkt ist die Einführung der neuen Position des Chief Digital Officer. In diese Rolle wechselt zum 31. März Sedef Salingan Sahin. Damit unterstreicht der Konzern den Fokus auf digitale Transformation, Datennutzung und Effizienz.
Die Neuordnung flankiert den bereits im Dezember 2025 angekündigten CEO-Wechsel. Henrique Braun übernimmt zum 31. März 2026 den Posten des Chief Executive Officer von James Quincey, der künftig als Executive Chairman agiert. Parallel stärkt Coca-Cola Wachstumsregionen: Für Asien, Afrika und den Nahen Osten wurden zwei neue Marktgruppen geschaffen, die künftig von Sanket Ray und Claudia Lorenzo geführt werden.
Costa Coffee bleibt im Konzern
Ebenfalls am 14. Januar vollzog Coca-Cola eine strategische Kehrtwende bei Costa Coffee. Der geplante Verkaufsprozess für die Kaffee-Sparte wurde gestoppt, nachdem Gebote von Finanzinvestoren Berichten zufolge unter den Erwartungen lagen. Statt eines Verkaufs soll die Marke nun stärker in das weltweite Getränkeportfolio eingebunden werden.
Damit setzt das Management auf zusätzlichen Wertbeitrag aus dem Kaffee-Geschäft, nimmt aber zugleich in Kauf, dass weitere Investitionen in die Integration und Positionierung von Costa Coffee notwendig werden.
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Defensive Qualität und operative Impulse
Im laufenden Umfeld wird Coca-Cola von Analysten weiterhin als defensiver Wert eingeordnet. Wells Fargo nahm die Aktie am 5. Januar 2026 in die „Q1 2026 Tactical Ideas List“ auf und verwies auf die Erwartung steigender US-Umsatztrends.
Fundamental präsentiert sich der Konzern robust:
- Langjährige Historie steigender Dividenden
- Aktuelle Dividendenrendite: rund 2,9 %
- Q3 2025: globales Absatzvolumen +1 %
- Q3 2025: Umsatz +5 %, maßgeblich getragen von Zero-Sugar-Produkten
Auf der anderen Seite verweisen technische Analysen auf kurzfristigen Druck. Genannt werden unter anderem ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23,32 sowie steigende Marketingkosten, die die Margen belasten können.
Operativ meldete Coca-Cola zuletzt auch einen bemerkenswerten Vertriebserfolg: Nach rund zehn Jahren wechselt Costco in seinen Food Courts wieder von PepsiCo zurück zu Coca-Cola als Getränkeanbieter. Zudem unterstrich Finanzchef John Murphy heute die Bedeutung des indischen Marktes. Indien befinde sich demnach auf dem Weg, gemessen am Volumen, in die Top drei der globalen Märkte des Konzerns aufzurücken.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Im Mittelpunkt steht nun der anstehende Quartalsbericht am 10. Februar 2026. Dann wird James Quincey letztmals als CEO die Ziele für die neu zugeschnittenen operativen Einheiten erläutern und zur anstehenden Übergabe an Henrique Braun Stellung nehmen.
Zusammen mit der Entscheidung, Costa Coffee im Konzern zu halten, der geplanten Börsennotierung der indischen Abfülltochter und dem zurückgewonnenen Costco-Geschäft liefert der Bericht einen zentralen Test, ob die eingeleiteten strategischen Maßnahmen kurzfristig auch finanzielle Impulse sichtbar machen.
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