Rekordzahlen auf der einen Seite, ein massiver Stellenabbau auf der anderen. Bei Cloudflare klaffen operative Erfolge und strategische Härte derzeit weit auseinander. Während der Umsatz im ersten Quartal 2026 kräftig zulegte, schickte die Ankündigung einer tiefgreifenden Umstrukturierung die Aktie auf Talfahrt.
Strategiewechsel hin zu „Agentic AI“
Cloudflare plant, rund 1.100 Stellen zu streichen. Das entspricht etwa 20 Prozent der gesamten Belegschaft. Ziel dieser Maßnahme ist eine Neuausrichtung des Geschäftsmodells auf sogenannte „Agentic AI“ bis zum dritten Quartal 2026. Firmenchef Matthew Prince betont, dass es sich dabei nicht um klassische Kostensenkungen handelt. Vielmehr soll die Wertschöpfung innerhalb des Unternehmens neu geordnet werden.
Der Umbau ist kostspielig. Das Unternehmen rechnet mit Restrukturierungskosten zwischen 140 und 150 Millionen Dollar. Davon entfallen allein bis zu 110 Millionen Dollar auf Abfindungen. Parallel dazu belastet die Maßnahme die Bilanz durch aktienbasierte Vergütungen in zweistelliger Millionenhöhe.
Operative Stärke trifft auf Margendruck
Operativ lieferte das Quartal Licht und Schatten. Der Umsatz stieg um 34 Prozent auf knapp 640 Millionen Dollar. Indes sank die Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr auf 71 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Nettoverlust nach GAAP von rund 23 Millionen Dollar.
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Die interne Nutzung von Künstlicher Intelligenz nimmt derweil rasant zu. Inzwischen nutzen fast alle Ingenieure im Haus KI-basierte Coding-Tools. Die interne KI-Nutzung stieg innerhalb von drei Monaten um 600 Prozent. Dennoch reagierte der Markt am Freitag mit einem Kurssturz von rund 24 Prozent auf 166,30 Euro.
Analysten halten an Kurszielen fest
Experten bewerten die Lage trotz der Volatilität differenziert. BTIG Research bestätigt das „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 243 Dollar. RBC passte das Ziel parallel dazu auf 240 Dollar an. Marktbeobachter analysieren genau, wie Cloudflare den Spagat zwischen hohen Infrastrukturinvestitionen und operativer Effizienz meistert.
Die GPU-Auslastung liegt aktuell zwischen 70 und 80 Prozent. Bis 2027 will das Management die Einstellungsstopps beenden und wieder Personal aufbauen. Bis dahin muss das Unternehmen beweisen, dass die Edge-Computing-Infrastruktur die steigende Nachfrage nach KI-Inferenz profitabel bedienen kann.
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