Der Oberste Gerichtshof der USA hat heute angekündigt, eine wichtige Berufung gegen Cisco zu verhandeln. Es geht um die Frage, ob das Unternehmen nach dem Alien Tort Statute und dem Torture Victim Protection Act für im Ausland eingesetzte Technologie haftbar gemacht werden kann. Wie stark belastet das die Bewertung des Titels?
Wesentliche Fakten in Kürze
– Supreme-Court-Verhandlung angekündigt; Argumente sind für das Frühjahr terminiert.
– Kurs ungefähr 73,88 USD; Jahresverlust rund 4,1%.
– Marktkapitalisierung etwa 292,2 Mrd. USD; KGV rund 27,8.
– Institutionelle Anleger halten rund 73,3 %.
– Quartalsdividende von 0,41 USD je Aktie zahlbar am 21. Januar.
Rechtsstreit und unmittelbare Folgen
Die Entscheidung des Gerichts erhöht die rechtliche Unsicherheit für Cisco kurzfristig. Die Berufungsverhandlung dreht sich um eine lange laufende Klage zu Technologieexporten und Menschenrechtsvorwürfen. Die Bundesregierung hatte das Verfahren zugunsten einer Abweisung des Falls unterstützt; das Gericht lässt die Sache nun dennoch prüfen. Solange die Argumente noch ausstehen, dürfte das Risiko von Bewertungsabschlägen bestehen.
Die Aktie erlitt zuletzt eine technische Schwäche und verzeichnete eine Serie von Verlusttagen, die sich bis in die erste Januarwoche zog. Intraday-Tiefs um etwa 73,55 USD zeigen, dass Marktteilnehmer vorsichtig bleiben, bis das Gericht klar Stellung genommen hat.
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Zahlen, AI-Wachstum und Analysten
Trotz der Rechtsfragen zeigt Cisco solide operative Ergebnisse. Im jüngsten Quartal lagen die Erlöse bei 14,88 Mrd. USD und damit leicht über dem Konsens von 14,77 Mrd. USD. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,00 USD gegenüber geschätzten 0,98 USD. Bestellungen für AI-Infrastruktur erreichten 1,3 Mrd. USD. Die Jahresprognose für das Fiskaljahr 2026 bleibt unverändert zwischen 4,08 und 4,14 USD EPS.
Analysten sehen weiterhin Potenzial: Konsensrating „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 85,23 USD. Morgan Stanley hob das Ziel auf 91,00 USD, Rosenblatt nennt 100,00 USD. Diese Ziele liegen deutlich über dem aktuellen Kurs und spiegeln die Erwartung wider, dass das AI- und Netzwerkgeschäft Wachstum trägt, auch wenn rechtliche Risiken kurzfristig belasten.
Konkreter Ausblick
Die mündlichen Verhandlungen im Frühjahr sind das zentrale Datum für die nächste Bewertungsphase. Fällt der Supreme Court zugunsten der Kläger und erlaubt die Haftung nach ATS/TVPA, könnten sich die Rechtskosten und die Risikoprämie erhöhen und den Kurs weiter belasten. Bestätigt das Gericht hingegen eine Abweisung, würde die rechtliche Ungewissheit entfallen und Analystenziele könnten wieder in Reichweite rücken. Am 21. Januar steht zudem die Quartalsdividende an — ein konkreter Zahlungszeitpunkt, der kurzfristig Relevanz für Anleger hat.
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