Cisco dreht im Wettlauf um künstliche Intelligenz auf. Heute kündigte der Netzwerkausrüster auf der Cisco Live EMEA in Amsterdam eine umfassende Produktoffensive an – mit neuen Chips, Sicherheitslösungen und Rechenzentrumsystemen, die speziell für KI-Anwendungen entwickelt wurden. Der Konzern positioniert sich damit als Infrastruktur-Partner für Unternehmen, die auf autonome KI-Agenten setzen.
Im Mittelpunkt steht der neue Silicon One G300, ein Switching-Chip mit einer Kapazität von 102,4 Terabit pro Sekunde. Laut Cisco ermöglicht er eine um 28 Prozent verkürzte Bearbeitungszeit bei KI-Jobs und steigert die Netzwerkauslastung um 33 Prozent. Die ersten Systeme der Serien Cisco N9000 und Cisco 8000, die auf dem G300 basieren, sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Mit einer Option für hundertprozentige Flüssigkeitskühlung verspricht Cisco eine Energieeffizienz-Verbesserung von fast 70 Prozent gegenüber Vorgängersystemen.
Sicherheit für autonome KI-Systeme
Parallel präsentierte Cisco die größte Erweiterung seiner im Januar 2025 eingeführten Lösung AI Defense. Die neuen Funktionen zielen auf die Absicherung sogenannter AgenticOps – autonomer KI-Agenten, die eigenständig Entscheidungen treffen und mit Unternehmenssystemen interagieren. Ein AI Bill of Materials soll Transparenz über verwendete KI-Komponenten schaffen, während Echtzeit-Schutzmaßnahmen verhindern sollen, dass Agenten manipuliert oder für Angriffe missbraucht werden.
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Auch die SASE-Lösung (Secure Access Service Edge) von Cisco erhält KI-spezifische Funktionen: Die Software erkennt nun KI-Datenverkehr automatisch und optimiert ihn für niedrige Latenzzeiten. Zudem können Administratoren die Kommunikation zwischen KI-Agenten und externen Tools überwachen und steuern. Diese Funktionen sollen ab Mai 2026 verfügbar sein.
Konkurrenz schläft nicht
Mit der Offensive reagiert Cisco auf wachsenden Konkurrenzdruck im KI-Infrastruktur-Markt. Unternehmen wie NVIDIA, Broadcom und Marvell treiben die Entwicklung spezialisierter Netzwerklösungen für KI-Rechenzentren voran. Cisco versucht, sich durch ein Komplettangebot aus Chips, Systemen, Software und Sicherheitslösungen abzuheben – und durch die Integration mit der im März 2024 für 28 Milliarden Dollar übernommenen Observability-Plattform Splunk.
Die Managementplattform Nexus One bündelt künftig die Verwaltung verschiedener Netzwerkstrukturen und bietet ab März eine native Integration mit Splunk. Für Unternehmen, die KI-Workloads in eigenen Rechenzentren betreiben wollen, könnte das ein Argument sein – vorausgesetzt, die Versprechen zu Leistung und Effizienz halten in der Praxis.
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