Halbierte Fertigungszeit, ein Zukauf, eine platzierte Anleihe — Circus SE hat das erste Quartal 2026 mit einer Reihe von Meldungen abgeschlossen. Der Kurs reagiert bisher kaum begeistert: Rund 8 Euro, gut ein Drittel unter dem Jahresanfangsniveau.
Produktion skaliert schneller als geplant
Fertigungspartner Celestica hat die Produktionszeit des CA-1-Roboters auf etwa vier Wochen halbiert. Im ersten Quartal fertigte Circus 16 Einheiten. Bis zum vierten Quartal soll die Kapazität auf 64 Einheiten pro Monat steigen — das ergibt eine Jahreskapazität von 304 Einheiten für 2026. Der modellierte Bedarf liegt bei 205 Einheiten. Mittelfristig peilt das Unternehmen 1.000 Einheiten pro Jahr an.
Die Systemverfügbarkeit der CA-1-Roboter kletterte von rund 70 Prozent zu Quartalsbeginn auf 92 Prozent im April — über der vertraglich geforderten Mindestverfügbarkeit von 85 Prozent. Aktuell laufen 17 Systeme im Einsatz oder in der Integrationsphase, verteilt auf Verteidigung, Handel und Industrie.
Alberts-Deal erweitert das Portfolio
Mit der Übernahme von Alberts wächst das Produktportfolio auf drei Linien. Der CA-1 bedient Betriebsverpflegung in festen Strukturen. Der CA-M ist für militärische Außen- und Katastrophenschutzeinsätze konzipiert. Alberts ergänzt platzsparende Standorte für dichte Installationen — ein Segment, das Circus bislang nicht adressieren konnte.
Alberts entwickelt seit 2015 robotische Produktionssysteme und betreibt Installationen in sechs Ländern. Kunden sind unter anderem Danone, Decathlon und Sodexo. Die Transaktion wird in Circus-Aktien beglichen, die einer Lockup-Periode von 30 Monaten unterliegen. Das Closing ist für das zweite Quartal 2026 geplant.
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Anleihe platziert, Prognose bleibt sportlich
Am 13. April platzierte Circus ihre erste asset-basierte Anleihe vollständig — strukturiert über eine Zweckgesellschaft und besichert durch KI-Roboter. Abgewickelt wurde der Deal über die Plattform von FINEXITY. Parallel vereinbarten beide Parteien, weitere Kapitalmarktfinanzierungen von bis zu 50 Millionen Euro aufzusetzen.
Die Umsatzprognose für 2026 bleibt ambitioniert: 44 bis 55 Millionen Euro Umsatz — nach lediglich 0,25 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBITDA soll einen Verlust von 6 bis 8 Millionen Euro ausweisen, nach einem Betriebsverlust von knapp 15 Millionen Euro zuletzt.
Am 20. Mai präsentiert sich das Management auf dem Cantor European Summit. Dort dürften Fragen zur Alberts-Integration und zu NATO-Logistikprojekten dominieren. Das nächste reguläre Quartalsupdates folgt am 16. Juli 2026 — dann zeigt sich, ob die Produktionsskalierung mit den Auslieferungszielen tatsächlich Schritt hält.
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