Ein gewaltiger Spagat prägt derzeit die strategische Ausrichtung des Robotik-Unternehmens Circus. Während im vergangenen Jahr lediglich minimale Erlöse flossen, peilt das Management für 2026 einen massiven Umsatzsprung auf 55 Millionen Euro an. Um diese ehrgeizige Lücke zu schließen, rückt ein neues Finanzierungsmodell für den KI-gesteuerten Küchenroboter CA-1 in den Mittelpunkt.
Vom Absichtsschreiben zum festen Vertrag
Bislang stützt sich die Wachstumsfantasie auf rund 8.000 Vorbestellungen. Diese Absichtserklärungen entsprechen einem theoretischen Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Allerdings handelt es sich dabei größtenteils um unverbindliche Zusagen. Um diese Hürde zu nehmen, kooperiert Circus nun mit der Finexity AG und MMV Leasing.
Gastronomie- und Einzelhandelskunden sollen den Roboter künftig über monatliche Raten finanzieren können. Das senkt die anfänglichen Investitionskosten für die Abnehmer drastisch. Dieser Schritt gilt als entscheidender Baustein, um die bestehende Pipeline endlich in verbindliche Aufträge und planbare Cashflows zu verwandeln.
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Diskrepanz zwischen Bilanz und Vision
Die Notwendigkeit dieser Maßnahme zeigt ein Blick auf die wirtschaftliche Realität. Einem operativen Verlust von knapp 15 Millionen Euro standen 2025 lediglich Erlöse von 0,25 Millionen Euro gegenüber. An der Börse sorgt diese enorme Diskrepanz für spürbare Zurückhaltung.
Die Aktie hat seit Jahresanfang bereits 51,87 Prozent an Wert verloren und notiert am Dienstag bei 5,80 Euro. Damit bewegt sich das Papier in gefährlicher Nähe zum erst kürzlich markierten 52-Wochen-Tief von 5,44 Euro. Auch punktuelle Insiderkäufe aus dem März konnten den übergeordneten Abwärtstrend bisher nicht brechen.
Neben der laufenden Hardware-Serienproduktion durch den Partner Celestica verlagert sich der Fokus nun auf wiederkehrende Einnahmen. Ab dem vierten Quartal plant das Unternehmen eine deutliche Skalierung der Software-Erlöse. Das neue Leasing-Angebot fungiert dabei als zwingend notwendiger Katalysator, um die ambitionierten Umsatzziele für 2026 überhaupt in Reichweite zu bringen.
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