Der Kurs der Circus SE notiert nahe einem mehrjährigen Tiefpunkt. Dennoch zeigt die Führungsebene bemerkenswertes Vertrauen in das eigene Geschäftsmodell und investiert privates Kapital. Grundlage für diesen Optimismus ist eine äußerst ehrgeizige Umsatzprognose für das laufende Jahr, deren Erfüllung nun von der erfolgreichen Umsetzung laufender Pilotprojekte abhängt.
Vertrauensbeweis in der Schwächephase
Mit einem Kurs von zuletzt 6,92 Euro hat das Papier auf Jahressicht über 60 Prozent an Wert verloren und kratzt an seinem 52-Wochen-Tief. In dieser ausgeprägten Schwächephase signalisiert das Management jedoch Zuversicht durch eigene Zukäufe. Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins erwarb Ende Februar Aktien zu einem Kurs von 7,26 Euro. Bereits in den Wochen zuvor stockte die Beteiligungsgesellschaft von CEO Nikolas Bullwinkel ihre Anteile mehrfach auf. Marktbeobachter werten solche Transaktionen oft als Indiz dafür, dass Führungskräfte die aktuelle Bewertung des eigenen Unternehmens als zu niedrig erachten.
Gewagter Sprung bei den Umsatzzielen
Doch wie realistisch ist der geplante geschäftliche Durchbruch? Die fundamentale Ausgangslage zeigt aktuell eine erhebliche Lücke zwischen der operativen Realität und den Zielen des Managements. Im vergangenen Jahr befand sich Circus noch in der Entwicklungsphase vor dem kommerziellen Rollout. Dies resultierte in minimalen Erlösen von 0,25 Millionen Euro bei einem Betriebsverlust von rund 15 Millionen Euro.
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Für das laufende Jahr 2026 stellt das Unternehmen nun einen drastischen Sprung in Aussicht. Der Umsatz soll auf 44 bis 55 Millionen Euro klettern, während das operative Ergebnis (EBITDA) auf minus 6 bis minus 8 Millionen Euro eingegrenzt werden soll. Ein schrittweiser Ausbau der Auslieferungen sowie wiederkehrende Software-Erlöse sollen diese enorme Skalierung ermöglichen. Langfristig peilt das Unternehmen bis 2028 sogar die Milliardenmarke beim Umsatz an.
Pilotprojekte müssen Ergebnisse liefern
Diese ambitionierten Pläne stützen sich primär auf laufende Partnerschaften. Seit Januar versorgt der autonome Kochroboter unter dem Label „Circus Defence“ ausgewählte Kasernen der Bundeswehr. Zudem besteht ein Rahmenabkommen mit der ukrainischen Verteidigungsplattform BRAVE1. Im zivilen Sektor testet REWE das System derzeit in Düsseldorfer Filialen, während Mercedes-Benz ab Sommer eine Werkskantine in Sindelfingen damit ausstatten will. Um Kunden die hohen Anschaffungskosten abzunehmen, plant das Unternehmen noch im ersten Quartal den Start eines Leasing-Modells.
Die Herausforderung für die kommenden Monate ist klar definiert: Das Management verweist auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Aus diesen Absichtserklärungen und laufenden Testphasen müssen nun zahlungswirksame Aufträge entstehen. Nur wenn sich die Partnerschaften in konkreten Auslieferungszahlen und stabilen Erlösen niederschlagen, lässt sich die Prognose für 2026 rechtfertigen. Gelingt dieser Nachweis der Skalierbarkeit, dürfte dies auch die vom Unternehmen geprüfte Aufnahme von zusätzlichem Wachstumskapital erleichtern.
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