Roboter bauen ist teuer. Software verkaufen bringt wiederkehrende Einnahmen. Circus SE hat das verstanden und richtet sein Geschäftsmodell neu aus. Das Münchner Unternehmen entwickelt sich vom reinen Hardware-Produzenten zum Anbieter einer KI-Softwareplattform. Das Ziel: höhere Margen durch ein SaaS-Modell.
Meta als Technologiepartner
Das Herzstück der Strategie heißt CircusOS. Das Betriebssystem steuert den gesamten Lebenszyklus der Kochroboter. Circus nutzt dafür über 45.000 Stunden an gesammelten Betriebsdaten. Ein erster Roboter der neuen Generation ging an Meta Deutschland. Die Unternehmen integrieren Metas KI-Modelle in das System. Küchenbetreiber sollen künftig Ray-Ban-Smartglasses nutzen. Diese blenden Bedienanleitungen in Echtzeit ein.
CircusOS verbindet künftig drei verschiedene Produktlinien. Dazu zählen der hauseigene Roboter, militärische Systeme und die Geräte der übernommenen Marke Alberts. Mit Alberts erweitert Circus seine Reichweite massiv. Das Unternehmen erhält Zugriff auf eine operative Infrastruktur in sechs Ländern. Zu den Kunden gehören dort bereits Großkonzerne wie Danone und Sodexo.
Technik läuft stabiler
Die Technik auf dem Feld läuft runder. Im April stieg die Systemverfügbarkeit der Roboter auf 92 Prozent. Zuvor lag dieser Wert bei lediglich 70 Prozent. Parallel dazu reduzierte das Team den täglichen Wartungsaufwand auf 90 Minuten pro Maschine. Aktuell laufen mehrere Systeme im Feld oder in der Integration.
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Finanziell muss das Unternehmen nun liefern. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Circus lediglich 250.000 Euro Umsatz. Dem stand ein massiver operativer Verlust gegenüber. Für das laufende Jahr stellt das Management nun bis zu 55 Millionen Euro in Aussicht. Ein gewaltiger Sprung.
Verträge stehen aus
Diese Prognose steht unter Vorbehalt. Sie greift nur, wenn aktuelle Pilotprojekte in verbindliche Verträge münden. REWE entscheidet im Herbst über einen breiten Rollout. Mercedes-Benz plant einen Einsatz für diesen Sommer. Die Aktie spiegelt diese Unsicherheit wider und notiert aktuell bei 8,13 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 32 Prozent. Vom Hoch bei 22,80 Euro bleibt der Kurs weit entfernt.
Am 3. Juni legt Circus den Bericht für das erste Quartal vor. Dann wird das Management konkrete Zahlen zum Jahresauftakt präsentieren. Das nächste große Update zur Softwarestrategie folgt am 16. Juli beim Investoren-Call. Dort muss das Unternehmen belegen, ob die Skalierung des SaaS-Modells planmäßig verläuft.
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