Circus baut nicht nur Roboter. Das Unternehmen vollzieht einen strategischen Schwenk hin zur Softwareplattform. Das Q1-Update liefert erste Details zur neuen KI-Architektur. Das Ziel: wiederkehrende Umsätze generieren.
Der Konzern setzt dabei auf seine eigenen Visual-Intelligence-Modelle. Diese trainieren auf einem Schatz von über 45.000 Stunden Betriebsdaten. Das sichert einen Vorsprung vor reinen Hardware-Bauern. Parallel dazu kooperiert Circus mit Meta Platforms. Betreiber erhalten künftig Ray-Ban-Smart-Glasses. Diese blenden Bedienanleitungen in Echtzeit ein. Später will das Management diese Technologie als eigenständiges Software-Produkt für Drittküchen verkaufen.
Mehr Produktion und ein Zukauf
Auch operativ meldet das Unternehmen Fortschritte. Die Systemverfügbarkeit des CA-1 Roboters stieg im April auf über 90 Prozent. Derzeit laufen 17 Systeme bei Kunden. In Zusammenarbeit mit Celestica halbierte Circus die Produktionszeit auf rund vier Wochen.
Im gleichen Schritt erweitert der Konzern sein Portfolio. Mitte April unterzeichnete das Management eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Alberts. Das belgische Unternehmen baut kleine Food-Roboter für Smoothies und Suppen auf nur einem Quadratmeter Fläche. Bezahlt wird der Deal komplett in neuen Aktien. Das Closing planen die Parteien für Ende Juni.
Der Druck auf die Prognose wächst
Trotz dieser Fortschritte klafft eine Lücke zwischen Ist-Zustand und Plan. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Circus lediglich 250.000 Euro Umsatz. Der operative Verlust lag bei knapp 15 Millionen Euro. Für das laufende Jahr stellt der Vorstand bis zu 55 Millionen Euro in Aussicht.
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Ein gewaltiger Sprung. Bislang testen die Bundeswehr und REWE die Systeme nur in Pilotprojekten. Eine finale Rollout-Entscheidung des Supermarkt-Riesen fällt frühestens im Sommer. Bis dahin hängen die meisten Vorbestellungen in der Warteschleife. Neue Leasingmodelle sollen Kunden nun die Entscheidung erleichtern und die Verkaufszyklen verkürzen.
An der Börse legte die Aktie im vergangenen Monat um knapp 37 Prozent zu. Am Freitag schloss das Papier bei 8,27 Euro. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein deutliches Minus auf der Kurstafel.
Der nächste Termin liefert harte Fakten. Am 3. Juni veröffentlicht Circus seinen Quartalsbericht. Dann muss das Management belegen, ob die Pilotkunden erste feste Verträge unterschrieben haben. Auch der geplante Abschluss der Alberts-Übernahme rückt dann in den Fokus.
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