Cintas steht vor einem heißen Sommer. Mitte Juli präsentiert der Spezialist für Berufsbekleidung seine Jahreszahlen. Parallel dazu nimmt die US-Wettbewerbsbehörde den geplanten Milliarden-Zukauf von UniFirst genau unter die Lupe. Diese Kombination bestimmt derzeit die Stimmung am Parkett.
Am 15. Juli veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das vierte Quartal und das abgelaufene Geschäftsjahr. Investoren blicken besonders auf den Gewinn je Aktie. Marktteilnehmer taxieren die Wahrscheinlichkeit für ein Übertreffen der Konsensschätzung von 1,23 US-Dollar auf über 70 Prozent.
Widerstand der Wettbewerbshüter
Während die Vorbereitungen auf den Bericht laufen, stockt die Übernahme des Konkurrenten UniFirst. Die Federal Trade Commission (FTC) hat eine detaillierte Nachprüfung eingeleitet. Dieser Schritt signalisiert eine intensivere Prüfung der Marktanteile. Ein Zusammenschluss würde rund die Hälfte des US-Marktes kontrollieren.
Trotz der zusätzlichen Hürden hält das Management am Zeitplan fest. Der Abschluss wird weiterhin für die zweite Jahreshälfte angestrebt. Das Vorhaben hat Gewicht: Cintas bietet pro Aktie 155 US-Dollar in bar sowie eigene Anteile und rechnet mit Synergien von 375 Millionen US-Dollar.
Institutionelle Käufer greifen zu
An der Börse zeigt sich die Aktie stabil. Mit einem aktuellen Kurs von 158,78 Euro erholte sich das Papier seit dem Tief im Mai spürbar. Große Investoren wie Janney Montgomery Scott nutzten die Phase und bauten ihre Positionen zuletzt um fünf Prozent aus.
Schwächere US-Arbeitsmarktdaten vom Juni stützen das Umfeld. Weniger Neueinstellungen dämpfen die Sorge vor weiteren Zinssprüngen der US-Notenbank. Ein stabileres Zinsumfeld gilt als wichtiger Faktor für kapitalintensive Dienstleister in der Industriebranche.
Die Bilanzvorlage am 15. Juli liefert Klarheit über die neue Prognose und den Stand der Integration von UniFirst. Das Management muss dann belegen, wie es den Konzern durch das abkühlende Wirtschaftsumfeld steuert.
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