Die Nachfrage nach Ausrüstung für Rechenzentren sorgt bei Ciena für neue Impulse. Am gestrigen Montag verzeichnete der Titel im US-Handel einen Zuwachs von rund vier Prozent. Medienberichten zufolge profitierte das Papier von einer Erholung im Technologiesektor sowie vom anhaltenden Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Im vorbörslichen Handel notiert der Wert bei 304,00 Euro.
Operative Großaufträge stärken das Auftragsbuch
Auf operativer Ebene konnte sich Ciena zuletzt mehrere Großprojekte im Bereich optischer Netze sichern. Am 7. Oktober entschied sich der britische Netzinfrastrukturbetreiber Openreach für die Waveserver-Plattform und WaveLogic-6-Technologie von Ciena.
Im Rahmen des Ausbaus stellt das Unternehmen eine skalierbare Übertragungskapazität von 3,2 Terabit im Vereinigten Königreich bereit. Die Technik transportiert Kundenverkehr mit 400G und 800G über Wellenlängen von 1,6 Terabit pro Sekunde.
Zudem vergab Space Norway am 13. Oktober einen Gesamtauftrag an Ciena. Gegenstand der Vereinbarung ist die Modernisierung des bestehenden Svalbard-Unterseekabelsystems sowie die Bereitstellung optischer Netzwerktechnik für das neue Unterseekabel Arctic Way. Das arktische Kabelprojekt soll 2028 in Betrieb gehen. Ciena liefert dafür unter anderem die Plattform 6500, das System WaveLogic 6 Extreme sowie Steuerungssoftware.
Führungswechsel und Einordnung am Markt
Auch personell gab es bei dem Netzwerkspezialisten eine Veränderung. Am 12. Oktober übernahm Monika Fahlbusch die Rolle als Executive Vice President und Chief People Officer. Sie leitet den weltweiten Bereich Personal und Unternehmenskultur und berichtet an CEO Gary Smith.
Parallel dazu reichte David Rothenstein, Executive Vice President und Chief Strategy Officer, am 15. Oktober eine Mitteilung über den geplanten Verkauf von 2.500 Ciena-Aktien ein.
Trotz einer kurzfristigen Konsolidierung, die dem Wert auf Sicht von sieben Tagen ein Minus von 15 Prozent einbrachte, spiegelt die längerfristige Kursentwicklung die anhaltende Relevanz moderner Datenübertragung wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 50 Prozent, gestützt durch den weltweiten Kapazitätsausbau bei Telekommunikations- und Rechenzentrumsbetreibern.
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