Goldminen-Aktien gelten oft als sicherer Hafen. China Gold International Resources bietet genau das Gegenteil. Der Kurs ist seit Januar um über 40 Prozent eingebrochen und setzt die Talfahrt auch heute fort – minus 8,5 Prozent auf 16,20 Euro.
Zwei Minen als einzige Stütze
Das Unternehmen betreibt in China zwei Minen: die Goldmine CSH und die Kupfer-Gold-Mine Jiama. Das ist das gesamte operative Geschäft. Kein Pipeline-Wachstum, keine neuen Projekte in Sicht. Chinas Goldproduktion ist hoch, der Wettbewerb intensiv. Die Aktie leidet nicht nur unter schwachen Rohstoffpreisen, sondern auch unter der Frage, wie das Unternehmen langfristig wachsen will.
Die Branche ist ohnehin in Bewegung. Kupfer- und Goldpreise reagieren empfindlich auf Konjunkturdaten und Inflationserwartungen. Ein schwächelnder globaler Markt trifft Minenunternehmen direkt. Die Volatilität der Aktie liegt bei über 61 Prozent – ein klares Zeichen für Nervosität unter Anlegern.
Kleinere Lichtblicke
Immerhin: China Gold wurde in den STOXX Canada Total Market Mid Index aufgenommen. Das ist eine formelle Sache, kann aber institutionelle Investoren anlocken. Ein Indiz, dass das Unternehmen noch auf dem Radar ist – auch wenn der Kurs eine ganz andere Sprache spricht.
Der RSI liegt bei 44,8 Punkten und damit im neutralen Bereich. Weder überkauft noch überverkauft. Der Kurs notiert rund zehn Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Das 52-Wochen-Tief von 13,10 Euro rückt damit in greifbare Nähe.
Ob der Index-Einschluss allein reicht, den Abwärtstrend zu stoppen? Die Faktenlage spricht eine andere Sprache. Ohne neue Minen, ohne operative Neuigkeiten bleibt China Gold International ein Spielball der Rohstoffmärkte.
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