Chevron steht vor einer entscheidenden Woche. Am 30. Januar legt der Ölgigant seine Quartalszahlen vor – und die Erwartungen sind gedämpft. Analysten rechnen mit einem deutlichen Gewinnrückgang, während das Unternehmen gleichzeitig Milliarden in neue Projekte pumpt.
Gewinneinbruch erwartet
Die Konsensschätzung für das vierte Quartal 2025 liegt bei 1,47 US-Dollar je Aktie – ein Minus von fast 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2,06 Dollar. In den vergangenen sieben Tagen wurde die Prognose nochmals um 6,2 Prozent nach unten korrigiert. Der Grund: schwache Ölpreise belasten das Upstream-Geschäft trotz Rekordfördermengen.
Für das Gesamtjahr 2025 erwarten Analysten einen Gewinn von 7,25 Dollar je Aktie – ein Rückgang von 27,9 Prozent im Vergleich zu 2024. Beim Umsatz wird für das vierte Quartal ein leichtes Plus von 0,8 Prozent auf 52,7 Milliarden Dollar prognostiziert.
Die Ausgangslage:
- Q4-Gewinn je Aktie: 1,47 USD erwartet (-29% zum Vorjahr)
- Q4-Umsatz: 52,7 Mrd. USD erwartet (+0,8%)
- Volljahr 2025 EPS: 7,25 USD erwartet (-27,9%)
- Kapitalausgaben 2026: 18-19 Mrd. USD geplant
Wachstumsprojekte laufen weiter
Trotz des Gegenwinds investiert Chevron weiter kräftig. Am 16. Januar gab das Unternehmen grünes Licht für die Erweiterung der Leviathan-Gasplattform vor der Küste Israels. Das Projekt soll gegen Ende des Jahrzehnts in Betrieb gehen und die Gasversorgung für Israel, Ägypten und Jordanien ausbauen.
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Gleichzeitig hält Chevron an seinem ehrgeizigen Investitionsprogramm fest: Für 2026 sind Kapitalausgaben von 18 bis 19 Milliarden Dollar eingeplant. Die Prioritäten liegen auf der Integration der Hess-Vermögenswerte, weiteren Investitionen in das TengizChevroil-Projekt und möglichen Expansionen in Venezuela.
Downstream stützt das Ergebnis
Eine Entlastung kommt aus dem nachgelagerten Geschäft. Die bereinigte Downstream-Sparte steigerte ihre Erträge im dritten Quartal sowohl sequenziell als auch im Jahresvergleich. Zudem hat Chevron durch ein neues Betriebsmodell bereits rund 1,5 Milliarden Dollar an jährlichen Einsparungen realisiert – weitere Effekte werden für das vierte Quartal erwartet.
Am 30. Januar wird sich zeigen, ob die Effizienzgewinne und das starke Downstream-Geschäft ausreichen, um den Druck im Upstream-Bereich abzufedern. Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Hoch – die Zahlen könnten diese Position auf die Probe stellen.
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