Chevron richtet den Blick stärker ins Ausland – und ausgerechnet Venezuela könnte dabei zum Hebel werden. Denn die US-Politik könnte die Spielräume für amerikanische Ölkonzerne erweitern. Parallel stützt das Unternehmen seine Ambitionen mit Rekordfördermengen aus 2025 und einem aufgefrischten Kostenprogramm.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
– In Venezuela wäre laut CEO bei entsprechender US-Genehmigung +50% Förderung in 18 bis 24 Monaten möglich
– Aktuelle Venezuela-Produktion: rund 250.000 Barrel pro Tag
– Q4-Cashflow aus dem operativen Geschäft: 10,8 Mrd. US-Dollar
– Quartalsdividende: +4% auf 1,78 US-Dollar je Aktie
– Kostensenkungsziel bis Ende 2026: 3–4 Mrd. US-Dollar, davon 1,5 Mrd. US-Dollar bereits erreicht
Venezuela als möglicher Beschleuniger
Wie CNBC berichtet, könnte die Trump-Regierung eine allgemeine Lizenz erteilen, die US-Unternehmen Öl- und Gasförderung in Venezuela erlauben würde. Chevron ist derzeit das einzige US-Unternehmen, das dort unter einer speziellen Treasury-Lizenz Öl fördern darf.
Der CEO sagte Ende Januar zu CNBC, Chevron könne die Produktion in Venezuela mit den nötigen US-Freigaben innerhalb von 18 bis 24 Monaten um 50% steigern. Aktuell liegt die Förderung im Land bei etwa 250.000 Barrel pro Tag.
Mehr Deals, mehr Exploration
Auch abseits Venezuelas drückt Chevron aufs Tempo. Bloomberg zufolge hat das Unternehmen Vereinbarungen mit Syrien unterzeichnet, verhandelt „ernsthaft“ mit Kasachstan über eine Verlängerung der Lizenz am Tengiz-Feld und hat Gebote für Offshore-Blöcke in Griechenland abgegeben. Zusätzlich habe Chevron das Explorationsbudget in diesem Jahr um 50% erhöht.
Was treibt diese Auslandsorientierung? Der Artikel verweist vor allem auf neue Opportunitäten durch die US-Außenpolitik – und auf Märkte mit potenziell hohem Förderhebel.
Zahlen, Dividende, Integration
Für das vierte Quartal 2025 meldete Chevron bereinigte Gewinne von 3,0 Mrd. US-Dollar bzw. 1,52 US-Dollar je Aktie. Laut Mitteilung stieg die Produktion 2025 weltweit um 12%, in den USA um 16% – jeweils auf Rekordniveau. Zudem erreichte Chevron 2025 eine Reserve-Ersatzquote von 158%.
Beim Thema Hess meldete das Unternehmen den erfolgreichen Abschluss der Übernahme und das Erreichen des anfänglichen Synergie-Ziels von 1 Mrd. US-Dollar (Run-Rate).
Am Kalender stehen als nächste Fixpunkte der Ex-Tag am 17. Februar, die Dividendenzahlung am 10. März sowie die nächste Ergebnisvorlage (geschätzt) am 30. April.
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