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Chevron Aktie: Umbau und Gegenwind

Der US-Energiekonzern treibt den Verkauf seiner Raffinerie-Assets in Asien voran, während ein Feuer auf dem wichtigen Tengiz-Ölfeld die Produktion unterbricht. Analysten bleiben optimistisch, Insider zeigen sich vorsichtig.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf von Raffinerie-Assets in Singapur für rund eine Milliarde Dollar
  • Feuer auf dem Tengiz-Ölfeld führt zu vorübergehendem Produktionsstopp
  • JPMorgan nimmt Aktie mit positivem Rating wieder auf
  • Führungskräfte verkaufen Aktien im Wert von über 100 Millionen Dollar

Chevron baut sein Portfolio in Asien massiv um und steht kurz vor einem Milliarden-Deal in Singapur. Doch während das Management die langfristige Strategie vorantreibt, sorgt ein Feuer auf dem wichtigen Tengiz-Ölfeld für kurzfristige operative Probleme. Wie bewerten Anleger diesen Mix aus strategischer Weitsicht und akuten Störungen?

Milliarden-Deal in Asien

Der US-Energiekonzern befindet sich in der finalen Phase, sein Downstream-Portfolio neu zu ordnen. Aktuellen Berichten zufolge plant Chevron, den Verkauf seiner Raffinerie- und Vertriebsanlagen in Singapur noch im ersten Quartal 2026 abzuschließen. Die Verhandlungen mit dem japanischen Raffineriekonzern Eneos und dem Rohstoffhändler Glencore befinden sich bereits in der Endrunde.

Das Verkaufspaket ist umfangreich: Es beinhaltet eine 50-prozentige Beteiligung an der Singapore Refining Company, ein großes Treibstoffterminal sowie ein Netzwerk von Tankstellen in Singapur, Kambodscha und Malaysia. Marktbeobachter schätzen den Wert dieser Vermögenswerte auf rund eine Milliarde Dollar. Dieser Schritt unterstreicht die Strategie des Managements, Kapital aus bestimmten Märkten abzuziehen, um es effizienter in Förderprojekte oder Aktionärsrückflüsse zu investieren.

Rückschlag in Kasachstan

Parallel zum strategischen Umbau muss Chevron eine konkrete operative Hürde bewältigen. Ein Feuer auf dem Tengiz-Ölfeld in Kasachstan am 18. Januar hat zu einem vorübergehenden Produktionsstopp geführt. Der Betreiber Tengizchevroil sah sich gezwungen, für Rohöllieferungen „Force Majeure“ (höhere Gewalt) zu erklären.

Das Feld, eine der wichtigsten Rohölquellen im internationalen Portfolio von Chevron, könnte noch einige Tage stillstehen, bis alle Sicherheitsuntersuchungen abgeschlossen sind. Diese Unterbrechung sorgt kurzfristig für Unsicherheit bezüglich der Produktionsvolumina im laufenden Quartal, auch wenn das Unternehmen durch Projekte wie die Erweiterung des Leviathan-Gasfeldes im östlichen Mittelmeer breiter aufgestellt ist.

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Analysten optimistisch, Insider vorsichtig

Trotz der operativen Störung reagieren Analysten überwiegend positiv auf die Gesamtlage. JPMorgan nahm die Bewertung der Aktie am 20. Januar mit einem „Overweight“-Rating und einem Kursziel von 176 Dollar wieder auf und verwies auf Synergieeffekte und verbesserte Aussichten. Der Konsens der Analysten liegt derzeit bei etwa 175 Dollar, was angesichts des aktuellen Kurses von 166,00 Dollar noch leichtes Aufwärtspotenzial impliziert.

Ein anderes Bild zeigen jedoch die Insider-Aktivitäten. In den letzten 90 Tagen haben Führungskräfte Aktien im Wert von über 100 Millionen Dollar verkauft. Auch institutionelle Anleger wie CapWealth Advisors reduzierten ihre Positionen leicht. Solche Verkäufe in der Nähe des 52-Wochen-Hochs deuten oft auf Gewinnmitnahmen und Portfolio-Anpassungen hin.

Für Anleger ist nun entscheidend, wie schnell der Normalbetrieb in Kasachstan wiederhergestellt werden kann und ob der Singapur-Deal reibungslos im ersten Quartal über die Bühne geht. Die Kombination aus einer soliden Dividendenrendite von rund 4,1 Prozent und dem fortschreitenden Portfolioumbau bietet zwar eine Absicherung, doch die jüngsten Insider-Verkäufe mahnen kurzfristig zur Wachsamkeit.

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