Die Chevron-Aktie markierte gestern ein neues 52-Wochen-Hoch von 182,82 Dollar. Der Energiekonzern profitiert von der Rückkehr seines kritischen Tengiz-Ölfelds in Kasachstan an die Märkte. Nach einem folgenschweren Brand im Januar läuft die Produktion wieder an – und die Börse honoriert das Comeback mit einem Kursplus von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn.
Wichtigste Entwicklungen auf einen Blick:
– Tengiz-Feld produziert wieder 550.000 Barrel pro Tag (60% der Kapazität)
– Volle Produktion von 950.000 Barrel täglich bis 23. Februar erwartet
– Quartalsdividende auf 1,78 Dollar erhöht (zuvor 1,71 Dollar)
– West-Texas-Ranch-Rechtsstreit mit vertraulichem Vergleich beigelegt
Kasachstan-Feld auf Erholungskurs
Das von Chevron geführte Tengiz-Ölfeld hat nach Angaben von Reuters etwa 60 Prozent seiner Spitzenkapazität erreicht. Derzeit fließen rund 550.000 Barrel pro Tag, bis zum 23. Februar soll die volle Leistung von circa 950.000 Barrel wieder erreicht sein.
Tengiz macht etwa 40 Prozent der kasachischen Gesamtölproduktion aus. Der Großteil des Januars war das Feld nach Bränden in den Stromanlagen am 18. Januar komplett stillgelegt. Die längere Abschaltung hatte Kasachstans Ölexporte – insbesondere über die Caspian Pipeline Consortium-Route zum Schwarzen Meer – deutlich belastet.
Die Erholung zeigt bereits Wirkung: Kasachstans Gesamtproduktion an Öl und Gaskondensat stieg zwischen dem 1. und 8. Februar auf 1,6 Millionen Barrel täglich, verglichen mit durchschnittlich 1,27 Millionen Barrel im Januar.
Analysten uneins über Bewertung
HSBC hob am 2. Februar das Kursziel von 169 auf 180 Dollar an, stufte die Aktie jedoch von „Buy“ auf „Hold“ herunter. Begründung: Die starken Kursgewinne hätten die Bewertung bereits ausgereizt. Analystin Kim Fustier verwies auf Hoffnungen rund um Venezuela und gestiegene Ölpreise als Treiber der Rally.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Chevron?
JPMorgan zeigte sich optimistischer und erhöhte das Kursziel von 176 auf 181 Dollar bei unveränderter „Overweight“-Einstufung. Die Bank betont die attraktive Investitionsphase nach Abschluss der Hess-Fusion und prognostiziert strukturelle Kostensenkungen von drei bis vier Milliarden Dollar jährlich bis 2026.
Ranch-Streit beigelegt
Parallel löste Chevron einen langjährigen Rechtsstreit durch den Kauf einer 22.000 Hektar großen Ranch in West-Texas. Die Antina Ranch, deren Übergang am 3. Februar im Crane County verzeichnet wurde, war Gegenstand von Vorwürfen wegen fahrlässig ausgelaufenen Giftwassers und Rohöls aus undichten „Zombie-Bohrlöchern“.
Der im Dezember 2025 geschlossene Vergleich – einen Monat vor dem geplanten Prozessbeginn – bleibt vertraulich. Chevron bestätigte die Einigung und versicherte, weiterhin texanisches Recht einzuhalten und mit Regulierern an notwendigen Sanierungen zu arbeiten.
Dividende klettert auf 1,78 Dollar
Das Unternehmen kündigte jüngst eine Quartalsdividende von 1,78 Dollar je Aktie an – ein Anstieg gegenüber der bisherigen Ausschüttung von 1,71 Dollar. Der Ex-Tag ist für den 17. Februar angesetzt, die Zahlung erfolgt am 10. März. Auf Jahresbasis ergibt sich eine Dividende von 7,12 Dollar, was einer Rendite von etwa 3,9 Prozent entspricht.
Die Kombination aus operativer Erholung in Kasachstan, erhöhter Dividende und dem Ende des texanischen Rechtsstreits stützt die Aktie derzeit auf mehreren Ebenen. Die volle Wiederinbetriebnahme von Tengiz bis Ende des Monats dürfte den Cashflow in den kommenden Quartalen weiter stabilisieren.
Chevron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chevron-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Chevron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chevron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Chevron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
