Während der Ölpreis zuletzt schwächelte, zeigt sich die Chevron-Aktie bemerkenswert robust und notiert in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch. Doch vor den Quartalszahlen am Freitag bleibt die Gemengelage komplex: Wetterbedingte Ausfälle in den USA treffen auf ein steigendes globales Angebot. Anleger stellen sich die Frage, ob die Bilanz den jüngsten Kurslauf fundamental untermauern kann.
Druck auf die Ölpreise
Am Dienstag gerieten die Rohölnotierungen unter Druck, wobei WTI im Bereich von 60,25 US-Dollar handelte. Marktbeobachter führen dies primär auf ein ausreichendes globales Angebot zurück – eine Entwicklung, an der Chevron selbst nicht unbeteiligt ist. Berichten zufolge hat der Konzern seine Öllieferungen aus Venezuela ausgeweitet, was die Verfügbarkeit auf dem Weltmarkt erhöht.
Zusätzlich entspannt sich die Lage durch die Wiederaufnahme der Produktion im kasachischen Tengiz-Feld. Da Chevron maßgeblich an der dortigen Betreibergesellschaft beteiligt ist, werten Analysten dies als wichtiges Signal für die langfristige Förderkapazität, auch wenn es kurzfristig auf die Preise drückt.
Wetterkapriolen in den USA
Während die internationalen Exporte steigen, hatte das heimische Geschäft in den USA zuletzt mit Widrigkeiten zu kämpfen. Eine Kältewelle im Permian Basin bremste die Produktion am vergangenen Wochenende spürbar aus. Neben Wettbewerbern wie Exxon war auch Chevron von den wetterbedingten Unterbrechungen betroffen.
Branchenschätzungen zufolge lag der Produktionsausfall in der Region temporär bei rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Die gute Nachricht für Investoren: Die Anlagen fahren bereits wieder hoch, und eine vollständige Wiederherstellung der Kapazitäten wird noch vor Ende des Monats erwartet.
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Analysten optimistisch, Insider verkaufen
Im Vorfeld der Quartalsbilanz sorgen unterschiedliche Signale für Gesprächsstoff. Die US-Bank JP Morgan zeigte sich zuversichtlich und stufte die Aktie am 20. Januar auf „Overweight“ hoch, verbunden mit einem Kursziel von 176,00 US-Dollar. Dies würde nochmals Potenzial gegenüber dem aktuellen Niveau von rund 167,50 US-Dollar bedeuten.
Dem Optimismus der Analysten stehen jedoch Insider-Verkäufe gegenüber. CEO Michael Wirth trennte sich Anfang Januar von Aktienpaketen im Wert von rund 52 Millionen US-Dollar. Auf der Käuferseite trat hingegen im dritten Quartal Belpointe Asset Management auf, die ihre Position deutlich ausbauten.
Am kommenden Freitag, den 30. Januar, wird Chevron vor Börsenbeginn die Bücher für das vierte Quartal öffnen. Dann wird sich zeigen, wie gut der Konzern die volatilen Ölpreise und die operativen Herausforderungen im Schlussquartal abfedern konnte.
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