Die Eskalation im Nahen Osten hat die globalen Energiemärkte schwer erschüttert. Mit der faktischen Schließung der Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Lebensadern der weltweiten Ölversorgung unterbrochen. Während die Aktienmärkte auf breiter Front einknicken, rücken etablierte Energiekonzerne wie Chevron unweigerlich in den Fokus der Anleger.
Engpass treibt die Energiemärkte
Der Auslöser für die aktuelle Marktanspannung ist der anhaltende Konflikt rund um den Iran, der die Durchfahrt durch die Straße von Hormus blockiert. Gut 20 Prozent des weltweiten Ölflusses passieren normalerweise dieses Nadelöhr. Die Folgen sind gravierend: Die Preise für Rohöl schossen am Wochenende massiv in die Höhe. Da die Schifffahrtsrouten versperrt sind und die regionalen Tanklager rasant volllaufen, sahen sich wichtige Förderländer wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und der Irak bereits zu Produktionskürzungen gezwungen.
Marktbeobachter von Goldman Sachs warnen angesichts der gestörten Infrastruktur und blockierter Raffinerien vor weiteren extremen Preissprüngen, sollte die Meerenge länger unpassierbar bleiben. In diesem von makroökonomischen Sorgen geprägten Umfeld suchen Investoren nach finanzieller Stabilität. Chevron profilierte sich in der Vergangenheit als robuster Akteur mit einer verlässlichen Ausschüttungspolitik. Der Konzern zahlte im vergangenen Jahr 12,1 Milliarden US-Dollar an Dividenden aus und blickt auf 39 aufeinanderfolgende Jahre mit Dividendenanhebungen zurück.
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Starke Kursentwicklung spiegelt Sektor-Trend
Diese fundamentale Ausgangslage spiegelt sich direkt im Kursverlauf wider: Zum Wochenende markierte das Papier mit 163,62 Euro ein frisches 52-Wochen-Hoch und summierte das Plus seit Jahresbeginn auf beachtliche 23 Prozent. Angesichts eines RSI-Wertes von knapp 76 sollten Anleger jedoch einkalkulieren, dass der Titel kurzfristig technisch überkauft ist.
Wie sich die fundamentale Situation weiterentwickelt, hängt nun primär von der Dauer der geopolitischen Blockade ab. Energieexperten warnen bereits vor einem spürbaren Anstieg der globalen Inflation, da der Angebotsschock weite Teile der Weltwirtschaft trifft. Solange die Lieferketten im Nahen Osten gestört bleiben und das Angebot künstlich verknappt wird, dürfte die Ertragslage großer Förderer wie Chevron durch das hohe Preisniveau vorerst weiter gestützt werden.
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