Die Chevron-Aktie notiert zwar in der Nähe ihres Rekordhochs, doch operative Probleme verhindern derzeit eine noch stärkere Dynamik im Einklang mit dem anziehenden Ölpreis. Ein Brand am wichtigen Tengiz-Feld in Kasachstan sorgt für Produktionsausfälle und verunsichert Marktbeobachter. Gleichzeitig liefert eine Hochstufung durch JP Morgan neue Argumente für die langfristigen Perspektiven des Energiekonzerns.
Produktionsstopp in Kasachstan
Der Hauptgrund für die verhaltene Reaktion der Aktie auf die jüngste Ölpreis-Rallye liegt in Kasachstan. Berichten zufolge steht der Betrieb am riesigen Tengiz-Ölfeld, an dem Chevron zu 50 Prozent beteiligt ist, nach einem Brand in einem Kraftwerk still. Was zunächst nach einer kurzen Unterbrechung aussah, entwickelt sich zu einem längeren Ausfall: Aktuelle Einschätzungen gehen davon aus, dass die Anlage noch mindestens 7 bis 10 Tage offline bleiben wird.
Die Auswirkungen sind spürbar, da Tengiz ein Herzstück im internationalen Portfolio von Chevron darstellt. Der Stillstand drückt die gesamte tägliche Fördermenge Kasachstans signifikant. Analysten von JP Morgan schätzen, dass die Störung bis Ende des Monats andauern könnte. Dies erklärt, warum die Aktie trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und steigender Rohölpreise nicht stärker zulegen konnte.
Analysten sehen Synergien
Ungeachtet der operativen Hürden erhält Chevron Rückendeckung von der Wall Street. Kurz vor dem Wochenende stufte die US-Bank JP Morgan den Titel auf „Overweight“ hoch und setzte das Kursziel auf 176 USD. Die Analysten begründen ihren Optimismus primär mit der erfolgreichen Integration der Hess-Übernahme.
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Demnach hat Chevron bereits Synergien in Höhe von einer Milliarde USD realisiert. Das Ziel, bis 2026 jährliche Kosteneinsparungen von 3 bis 4 Milliarden USD zu erreichen, erscheint damit greifbar. Diese strukturellen Verbesserungen und der Fokus auf margenstarke Projekte wie in Guyana werden als langfristige Treiber gesehen, die über kurzfristige Produktionsausfälle hinausreichen. Zum Handelsende am Freitag notierte das Papier bei 167,51 USD, was einem Tagesplus von 0,90 Prozent entspricht.
Strategischer Umbau und Ausblick
Parallel zu den aktuellen Herausforderungen treibt das Management den Konzernumbau voran. Chevron befindet sich in finalen Verhandlungen zum Verkauf von Raffinerie-Assets in Singapur. Dieser Schritt, der im ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein soll, unterstreicht die Strategie, Kapital aus dem Downstream-Bereich abzuziehen und in profitablere Upstream-Projekte zu lenken.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 30. Januar 2026. An diesem Datum wird Chevron die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentieren. Der Markt erwartet einen Gewinn je Aktie (EPS) von etwa 1,42 USD, wobei vor allem Aussagen des Managements zur Dauer des Tengiz-Ausfalls und den finanziellen Folgen im Mittelpunkt stehen werden.
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