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Symbolbild, KI-generiert

Chevron Aktie: Öl-Jackpot in Venezuela?

Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro beflügelt die Chevron-Aktie. Die US-Regierung plant den Wiederaufbau der Ölindustrie und signalisiert Kontrolle über die riesigen Reserven.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurssprung nach Festnahme von Maduro
  • USA planen Wiederaufbau der Ölindustrie
  • Trump kündigt Rückkehr von US-Konzernen an
  • Vollständiges US-Embargo auf venezolanisches Öl

Die Chevron Aktie legte im vorbörslichen Handel deutlich zu, nachdem US-Streitkräfte am Wochenende überraschend den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen hatten. Der Energiesektor reagierte prompt auf die dramatische Entwicklung – Investoren wittern bereits Zugang zu den lange blockierten Ölreserven Venezuelas.

Am Montag verzeichnete Chevron einen kräftigen Kurssprung und gehörte damit zu den stärksten Werten unter den US-Energiekonzernen. Im vorbörslichen Handel am Dienstag setzte sich die Bewegung fort, die Aktie kletterte um 0,8 Prozent. Exxon Mobil folgte mit einem Plus von 0,5 Prozent.

Trump will Ölsektor wiederaufbauen

Was steckt hinter dem plötzlichen Optimismus? US-Energieminister Chris Wright soll diese Woche Gespräche mit Führungskräften großer Ölkonzerne führen. Laut CBS News sind für Donnerstag Treffen mit Vertretern von Chevron, Exxon Mobil und ConocoPhillips geplant. Auf der Agenda steht der Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie, die nach Jahren der Misswirtschaft und Korruption am Boden liegt.

Trump selbst machte keinen Hehl aus seinen Absichten. Gegenüber Reportern erklärte er auf der Air Force One, amerikanische Ölunternehmen würden nach Venezuela zurückkehren und die Infrastruktur des Sektors wieder aufbauen. In einem Interview mit NBC News legte er nach: Die USA könnten den Wiederaufbau durch US-Firmen subventionieren – ein Projekt, das seiner Einschätzung nach in weniger als 18 Monaten abgeschlossen sein könnte.

Vollständige Kontrolle über venezolanisches Öl?

Die Trump-Administration signalisiert unmissverständlich, wer künftig in Venezuela das Sagen hat. „Die Vereinigten Staaten von Amerika führen Venezuela“, betonte Stephen Miller, stellvertretender Stabschef des Weißen Hauses, gegenüber CNN. „Wir legen die Bedingungen fest. Wir haben ein vollständiges Embargo auf ihr gesamtes Öl. Damit sie Handel treiben können, brauchen sie unsere Erlaubnis.“

Maduro erschien am Montag vor einem Bundesgericht in Manhattan und bekannte sich in vier Anklagepunkten für nicht schuldig – darunter Drogenhandel und Kokainschmuggel. Der gestürzte Präsident beharrte darauf, er sei „entführt“ worden und sei weiterhin Präsident seines Landes. Seine Vizepräsidentin Delcy Rodriguez wurde in Caracas als Interimspräsidentin vereidigt.

Doch während die politische Zukunft Venezuelas ungeklärt bleibt, steht für die Ölbranche bereits fest: Nach jahrelangem Ausschluss vom venezolanischen Markt öffnet sich möglicherweise ein Fenster zu einem der größten Ölvorkommen der Welt. Die Chevron Aktie profitiert von dieser Aussicht – ob sich die Hoffnungen materialisieren, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.

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