Chevron erreichte am Dienstag ein neues 52-Wochen-Hoch von 177,38 US-Dollar. Der zweitgrößte US-Ölkonzern profitiert von positiven Analystenreaktionen auf die jüngsten Quartalszahlen – trotz eines Umsatzrückgangs. Die Kombination aus Produktionsrekorden, Kostensynergien und einer soliden Dividendenpolitik überzeugt die Wall Street.
Analysten heben Kursziele deutlich an
Wells Fargo erhöhte das Kursziel von 196 auf 204 US-Dollar und bekräftigte die „Overweight“-Einstufung. Argus Research zog nach und hob das Ziel von 183 auf 203 US-Dollar an, verbunden mit einer „Buy“-Empfehlung. Beide Institute verweisen auf die starke operative Entwicklung und die erfolgreiche Integration der Hess Corporation.
HSBC dagegen stufte die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ zurück, hob das Kursziel aber gleichzeitig auf 180 US-Dollar an. Die Analysten sehen damit weiteres, wenn auch begrenztes Aufwärtspotenzial.
Gemischte Bilanz im vierten Quartal
Die am 30. Januar veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeigen ein gespaltenes Bild. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,52 US-Dollar über den Erwartungen von 1,44 US-Dollar. Beim Umsatz verfehlte Chevron mit 45,79 Milliarden US-Dollar jedoch die Prognose von 48,18 Milliarden US-Dollar.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Weltweite Produktion: +12% (Rekordwert)
- US-Produktion: +16% (neues Allzeithoch)
- Synergien aus Hess-Integration: rund 1 Milliarde US-Dollar
- Nettoverschuldung: etwa 1,0x (niedriger als die meisten Wettbewerber)
Verantwortlich für das Produktionswachstum sind vor allem die integrierten Hess-Anlagen, die schneller als erwartet zur Gesamtleistung beitragen.
39 Jahre Dividendenwachstum
Das Management erhöhte die Quartalsdividende auf 1,78 US-Dollar je Aktie, was einer jährlichen Ausschüttung von 7,12 US-Dollar entspricht. Die Dividendenrendite beträgt damit rund 4,0 Prozent. Chevron zählt zu den sogenannten Dividendenaristokraten und hat seine Ausschüttung nun 39 Jahre in Folge gesteigert – ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Konkurrenten wie BP und Shell, die während der Pandemie ihre Dividenden kürzen mussten.
Die solide Bilanz mit niedrigerer Verschuldung als bei den meisten Branchenkollegen (außer ExxonMobil) untermauert die Nachhaltigkeit der Ausschüttungspolitik.
Chevron notiert seit Jahresbeginn mit einem Plus von über 16 Prozent deutlich über dem breiten Energiesektor. Die Aktie zeigt sich damit robust gegenüber den volatilen Ölpreisen und profitiert von ihrer diversifizierten Produktionsstruktur sowie der konsequenten Kostendisziplin.
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