Chevron arbeitet daran, seine globale Ölproduktion deutlich auszubauen. Der US-Konzern verhandelt exklusiv über eines der größten Ölfelder der Welt im Irak und hat gleichzeitig den Verkauf venezolanischen Rohöls nach Indien wieder aufgenommen. Die Entwicklungen zeigen, wie Chevron geopolitische Verschiebungen nutzt, um seine internationale Präsenz zu stärken.
West Qurna 2: Verhandlungen über Riesenfeld
Laut Reuters führt Chevron exklusive Gespräche mit dem Irak über die Übernahme des Ölfelds West Qurna 2. Die einjährige Exklusivfrist wurde vom Büro des irakischen Premierministers Mohammed Shia al-Sudani bestätigt. Das Feld fördert derzeit rund 450.000 Barrel pro Tag. Irans Ölminister Hayan Abdel-Ghani erklärte gegenüber dem kurdischen TV-Sender Rudaw am 25. Februar, die Produktion könne unter Chevron auf 750.000 bis 800.000 Barrel täglich steigen – nahezu eine Verdopplung.
Der Hintergrund: Der Irak hatte West Qurna 2 im Januar verstaatlicht, nachdem US-Sanktionen gegen den bisherigen Betreiber Lukoil den Weiterbetrieb durch das russische Unternehmen erschwert hatten. Lukoil war im November 2025 im Rahmen der US-Druckmaßnahmen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sanktioniert worden und hatte daraufhin höhere Gewalt geltend gemacht. Das irakische Kabinett stimmte am 17. Februar einer gütlichen Einigung mit Lukoil zu, die bis zum 28. Februar ihre Anteile verkaufen muss.
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West Qurna 2 macht knapp zehn Prozent der irakischen Ölproduktion aus und liefert etwa 0,5 Prozent des weltweiten Ölangebots. Ein erfolgreicher Deal würde Chevrons Position im Irak erheblich stärken. Der Konzern hat dort bereits mehrere Projekte vereinbart, darunter das im August unterzeichnete Nassiriya-Projekt, das binnen sieben Jahren bis zu 600.000 Barrel pro Tag liefern könnte.
Venezuela-Geschäft nimmt wieder Fahrt auf
Parallel dazu hat Chevron erstmals seit Dezember 2023 wieder venezolanisches Rohöl an Indiens Reliance Industries verkauft. Laut Reuters handelt es sich um schweres Boscan-Öl, dessen Export in dieser Form seit etwa sechs Jahren pausiert hatte. Die Wiederaufnahme erfolgt vor dem Hintergrund gestiegener venezolanischer Ölexporte, die nach einer Lockerung der US-Restriktionen im Januar auf rund 800.000 Barrel pro Tag kletterten – nach etwa 500.000 Barrel im Dezember.
Ausblick auf die Verhandlungen
Die kommenden Monate werden zeigen, ob Chevron die Verhandlungen über West Qurna 2 erfolgreich abschließen kann. Der Konzern hat betont, dass wirtschaftlich wettbewerbsfähige Konditionen entscheidend sein werden. Jeder neue Vertrag benötigt die Zustimmung des irakischen Ministerrats und des US-Finanzministeriums. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 23. April erwartet.
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