Chevron hat zum Jahresabschluss 2025 solide Zahlen vorgelegt und die Anleger mit einer Dividendenerhöhung belohnt. Interessanter noch: Der Ölkonzern könnte seine Förderung in Venezuela deutlich ausbauen – sofern Washington mitspielt. Die Aktie markierte nach den Zahlen ein neues 52-Wochen-Hoch.
Quartal solide, aber unter Vorjahr
Im vierten Quartal 2025 erzielte Chevron einen bereinigten Gewinn von 3,0 Milliarden Dollar oder 1,52 Dollar je Aktie. Das lag über den Analystenerwartungen von 1,44 Dollar, markierte aber einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 2,06 Dollar je Aktie. Der operative Cashflow erreichte 10,8 Milliarden Dollar.
Verantwortlich für den Rückgang waren vor allem Belastungen durch Pensionskosten (128 Millionen Dollar netto) und negative Währungseffekte (130 Millionen Dollar). Die Produktion dagegen entwickelte sich stark: Weltweit steigerte Chevron die Förderung 2025 um 12 Prozent, in den USA sogar um 16 Prozent. Die US-Produktion erreichte im vierten Quartal 2.055 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag – ein deutliches Plus gegenüber 1.646 im Vorjahresquartal.
Dividende um 4 Prozent erhöht
Der Verwaltungsrat beschloss eine Anhebung der Quartalsdividende um 4 Prozent auf 1,78 Dollar je Aktie. Zahlbar ist die Ausschüttung am 10. März 2026 an Aktionäre, die am 17. Februar im Register stehen. Auf Jahresbasis beträgt die Dividende damit nun 7,12 Dollar je Aktie.
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Venezuela als Wachstumshebel?
Besondere Aufmerksamkeit erhielt CEO Mike Wirth mit seinen Aussagen zu Venezuela. Chevron ist der einzige US-Ölkonzern, der dort noch aktiv ist – mit einer Sondergenehmigung des Finanzministeriums. Aktuell fördert das Unternehmen rund 250.000 Barrel pro Tag über Joint Ventures mit dem staatlichen Ölkonzern PDVSA.
Wirth stellte in Aussicht, die Produktion innerhalb von 18 bis 24 Monaten um bis zu 50 Prozent steigern zu können – vorausgesetzt, die US-Regierung erteilt grünes Licht. Venezuela hatte am 29. Januar 2026 Reformen des Kohlenwasserstoffgesetzes beschlossen, die privaten Produzenten mehr Autonomie einräumen. „Wir sind geblieben, als andere gegangen sind“, sagte Wirth gegenüber CNBC. „Das verschafft uns einen deutlichen Vorsprung.“
Ausblick auf 2026
Für das laufende Jahr peilt Chevron ein Produktionswachstum von 7 bis 10 Prozent an. Ob die Venezuela-Option tatsächlich gezogen wird, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen – und hängt stark von der politischen Großwetterlage ab.
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