Ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten treibt die Ölpreise in die Höhe und beschert Energiekonzernen starken Rückenwind. Bei Chevron kommt derzeit jedoch mehr zusammen als nur ein vorteilhaftes Marktumfeld. Ein strategischer Verkauf in Afrika, optimistische Analysten und der Einstieg einer Investmentlegende sorgen für hohes Anlegerinteresse. Am Freitag markierte das Papier mit einem Schlusskurs von 172,48 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von knapp 30 Prozent zu Buche.
Geopolitik und prominente Rückendeckung
Die angespannte geopolitische Lage, insbesondere die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran, weckt Sorgen um die globale Ölversorgung. Diese Risikoprämie stützt die Preise für die Referenzsorten Brent und WTI, wovon der texanische Konzern direkt profitiert.
Zusätzlich stärkt Warren Buffett das Vertrauen der institutionellen Investoren. Jüngste Pflichtmitteilungen zeigen, dass seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway die Position bei dem Ölriesen um über acht Millionen Anteile aufgestockt hat.
Portfolio-Umbau und Analystenlob
Parallel zum starken operativen Umfeld treibt das Management die Optimierung des eigenen Portfolios voran. Für einen Basispreis von 260 Millionen US-Dollar verkauft der Konzern seine Beteiligungen an zwei Offshore-Blöcken in Angola an das Londoner Unternehmen Energean. Dieser Schritt passt zur Strategie, reife Anlagen abzustoßen und freiwerdendes Kapital in margenstärkere Projekte zu leiten. Dazu zählen das Permian-Becken sowie die nun vollständig integrierten Guyana-Assets aus der abgeschlossenen Hess-Übernahme.
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Die Kombination aus Kostendisziplin und Produktionswachstum veranlasst mehrere Großbanken zu deutlichen Kurszielanhebungen:
- Piper Sandler: Erhöhung auf 242 US-Dollar (Rating: Overweight)
- Citigroup: Erhöhung auf 210 US-Dollar
- BofA Securities: Erhöhung auf 206 US-Dollar (Rating: Buy)
Konkrete Termine im Blick
Die operative Stärke muss sich bald in den Büchern beweisen. Am 25. April wird der Konzern die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Diese gelten als erster Härtetest für die vom Management in Aussicht gestellte Produktionssteigerung von sieben bis zehn Prozent im laufenden Jahr.
Im Juni folgt das jährliche Strategie-Update. Hier stehen beschleunigte Aktienrückkäufe oder mögliche Sonderdividenden für die zweite Jahreshälfte auf der Agenda. Ein plötzliches diplomatisches Entspannungssignal im Nahen Osten oder eine unerwartete Förderausweitung der OPEC stellen derzeit die größten Risiken für die hohe Bewertung der Aktie dar.
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