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Chevron Aktie: Doppelschlag!

Chevron erringt vor dem US-Supreme Court einen wichtigen Etappensieg gegen milliardenschwere Klimaklagen und stockt gleichzeitig die Ölproduktion in Venezuela massiv auf.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Einstimmiger Sieg vor dem US-Supreme Court
  • Massiver Ausbau der Förderung in Venezuela
  • Aktie reagiert mit Kursgewinnen von über 2%
  • Langfristiger Aufwärtstrend bleibt intakt

Chevron verbucht gleich zwei Erfolge auf einmal. Vor dem Obersten Gerichtshof der USA erstritt der Ölkonzern einen wichtigen Etappensieg gegen Klimaklagen. Parallel dazu baut das Management die Ölproduktion in Venezuela massiv aus. Die Börse honoriert die Nachrichten. Die Aktie klettert heute um über zwei Prozent auf 159,32 Euro.

Richtungsentscheidung in Washington

Das höchste US-Gericht entschied einstimmig zugunsten von Chevron. Der Konzern darf milliardenschwere Klimaklagen aus Louisiana von Bundesstaats- an Bundesgerichte verlegen. Lokale Behörden fordern dort Geld für Küstensanierungen. Sie machen die Öl- und Gasförderung für Umweltschäden verantwortlich.

Für die gesamte Energiebranche ist dieses Urteil zentral. Bundesgerichte wenden andere Verfahrensregeln an als lokale Instanzen. Sie bewerten Fragen zur nationalen Energiepolitik oft anders. Die Folge: Chevron erhofft sich kürzere Prozesse und bessere Chancen auf eine Abweisung der Klagen. Das senkt potenzielle rechtliche Risiken erheblich.

Expansion in Venezuela

Abseits der Gerichtssäle treibt Chevron das operative Geschäft voran. Im Rahmen eines Tauschgeschäfts mit der staatlichen Petróleos de Venezuela weitet der Konzern seine Präsenz im Orinoco-Ölgürtel aus. Chevron stockt seinen Anteil am Joint Venture Petroindependencia auf 49 Prozent auf.

Außerdem sichert sich das Unternehmen Entwicklungsrechte für ein benachbartes Fördergebiet. Aktuell produzieren die Gemeinschaftsunternehmen rund 260.000 Barrel Rohöl pro Tag. Das Management plant ehrgeizig. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Fördermenge in Venezuela um die Hälfte steigen.

Blick auf den Kurs

Trotz des heutigen Kurspluses hat die Aktie zuletzt gelitten. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund neun Prozent auf der Anzeigetafel. Der RSI-Wert von 37 deutet auf eine leicht überverkaufte Situation hin.

Langfristig zeigt der Trend jedoch nach oben. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von fast 20 Prozent. Der Kurs behauptet sich komfortabel über der 200-Tage-Linie von 141,10 Euro. Die Kombination aus rechtlicher Entlastung in den USA und höherer Förderung in Südamerika liefert nun handfeste Argumente für die nächste Aufwärtsbewegung.

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