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Chevron Aktie: Chefetage verkauft massiv

Chevron-Manager nutzen das hohe Kursniveau für umfangreiche Aktienverkäufe, während der Ölpreis durch geopolitischen Spannungen steigt und die Quartalsdividende erhöht wird.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ölpreis erreicht Sechs-Monats-Hoch durch Risikoprämie
  • Chevron-Präsident reduziert Aktienbestand um 97 Prozent
  • Quartalsumsatz enttäuscht trotz Gewinnüberschuss
  • Dividende steigt zum 39. Mal in Folge

Die Chevron Aktie profitiert derzeit stark von steigenden Ölpreisen und geopolitischen Spannungen. Doch mitten in die Rally platzt eine Nachricht, die Anleger aufhorchen lässt: Hochrangige Manager trennen sich in großem Stil von ihren Aktienpaketen. Während das makroökonomische Umfeld für den Energiekonzern spricht, senden die Insider damit ein durchaus widersprüchliches Signal an den Markt.

Geopolitik treibt den Ölpreis

Der Energiesektor erlebt aktuell starken Rückenwind durch eine sogenannte „Risikoprämie“ an den Ölmärkten. Der Preis für die Sorte Brent kletterte jüngst auf ein Sechs-Monats-Hoch von 72 US-Dollar pro Barrel. Hintergrund sind der sich verschärfende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die Festnahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Maduro. Marktbeobachter schätzen, dass diese geopolitischen Risiken den Ölpreis derzeit um etwa 7 bis 8 US-Dollar stützen.

Diese Entwicklung spiegelt sich im Aktienkurs wider. Seit Jahresbeginn legte das Papier um 14,51 Prozent zu und notiert mit 177,99 US-Dollar nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 181,04 US-Dollar. Chevron versucht zudem, seine Position im Nahen Osten weiter auszubauen, etwa durch neue Explorationsvereinbarungen vor der syrischen Küste.

Warnsignal aus der Führungsetage?

Trotz dieser positiven Rahmenbedingungen nutzen Führungskräfte das hohe Kursniveau offenbar zum Ausstieg. Besonders die Transaktion von Chevron-Präsident Andrew Benjamin Walz sorgt für Diskussionen: Am 3. Februar verkaufte er 22.200 Aktien. Damit reduzierte er seinen Bestand in dieser Aktienklasse um bemerkenswerte 97 Prozent.

Auch Chief Technology Officer Thomas Ryder Booth trennte sich am selben Tag von 6.000 Anteilen und verringerte seine Position damit um über 92 Prozent. Daten von Quiver Quantitative zeigen, dass es in den letzten sechs Monaten 25 Insider-Verkäufe, aber keinen einzigen Insider-Kauf gab. Analysten werten solche geballten Verkäufe oft als Indiz dafür, dass das Management das aktuelle Bewertungsniveau als attraktiv für Gewinnmitnahmen erachtet.

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Gemischte Quartalszahlen und Dividende

Parallel dazu verarbeitet der Markt die jüngsten Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025. Während der Gewinn pro Aktie (EPS) mit 1,52 US-Dollar die Erwartungen von 1,44 US-Dollar übertraf, enttäuschte der Umsatz. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um 10,2 Prozent auf 45,79 Milliarden US-Dollar und verfehlten damit die Prognosen.

Um die Aktionäre bei Laune zu halten, setzt Chevron auf seine bewährte Dividendenpolitik. Der Konzern erhöhte die Ausschüttung zum 39. Mal in Folge. Die Quartalsdividende steigt auf 1,78 US-Dollar, was einer jährlichen Dividendenrendite von etwa 4,0 Prozent entspricht.

Anleger müssen nun abwägen, ob die geopolitischen Treiber und die solide Dividende schwerer wiegen als die deutlichen Warnsignale durch die Insider-Verkäufe und den Umsatzrückgang. Der nächste wichtige Termin für Dividendenjäger ist der Ex-Tag am 17. Februar 2026.

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