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ChemoMetec Aktie: US-Geschäft bremst

ChemoMetec korrigiert Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich nach unten. Zögerliche Investitionen in den USA und der Übergang zu einer neuen Produktplattform führen zu Verzögerungen bei Großaufträgen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz- und EBITDA-Prognose deutlich gesenkt
  • Zögerliche Großkunden in Nordamerika bremsen
  • Neue Produktplattform dämpft Nachfrage nach Altprodukten
  • Nächste Daten mit Quartalsbericht im Mai erwartet

ChemoMetec muss seine Ambitionen für das laufende Geschäftsjahr herunterschrauben. Zögerliche Kunden in Nordamerika und langwierige Einführungsprozesse bei der neuen Automatisierungstechnologie belasten die Bilanz. Während die Nachfrage nach neuen Systemen grundsätzlich hoch bleibt, verschieben sich wichtige Umsätze tiefer in die Zukunft.

Prognose deutlich gesenkt

Das dänische Unternehmen korrigierte am 24. März seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2025/26 nach unten. Als Hauptgründe nennt das Management eine Kombination aus makroökonomischer Zurückhaltung und internen Produktverschiebungen. Besonders die Entscheidungsprozesse bei Großkunden aus den Bereichen Zell- und Gentherapie nehmen derzeit mehr Zeit in Anspruch als kalkuliert.

Die angepassten Ziele für das Geschäftsjahr 2025/26 im Überblick:
– Umsatz: 490 bis 520 Mio. DKK (zuvor 565 bis 580 Mio. DKK)
– EBITDA: 260 bis 285 Mio. DKK (zuvor 320 bis 335 Mio. DKK)

Erfolg mit Nebenwirkungen

Ein wesentlicher Faktor für die Revision ist der Übergang zur neuen XcytoMatic-Plattform. Zwar verzeichnete ChemoMetec im ersten Halbjahr ein organisches Umsatzwachstum von 60 Prozent bei diesen Geräten, allerdings bremste dieser Erfolg die Nachfrage nach der älteren NC-Produktlinie und den dazugehörigen Verbrauchsmaterialien.

Zusätzlich erweist sich die Implementierung automatisierter Produktionsprozesse in der Life-Science-Branche als zeitintensiv. Solche Projekte erfordern oft globale Validierungen über mehrere Abteilungen und Länder hinweg. Dies führt dazu, dass Auftragseingänge und Rechnungsstellungen erst verzögert erfolgen und möglicherweise nicht mehr in das aktuelle Finanzjahr fallen.

Gegenwind aus Nordamerika

Der nordamerikanische Markt, die wichtigste Region für ChemoMetec, leidet weiterhin unter geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Laut Unternehmen wirkt zudem der US-Government-Lockdown vom Herbst 2025 nach, was bei Biotech- und Pharmaunternehmen zu einer anhaltenden Investitionsmüdigkeit führt.

Trotz dieser Verzögerungen sieht das Management die eigene Wettbewerbsposition gefestigt. Es gebe keine Anzeichen für verstärkte Konkurrenz im Markt für automatisierte Zellzählung. Die Anzahl der aktiven Automatisierungsprojekte nehme sogar stetig weiter zu.

Am 6. Mai 2026 veröffentlicht ChemoMetec den Zwischenbericht für das dritte Quartal. Dieser Bericht liefert die nächsten Daten dazu, ob die großvolumigen Projekte aus der Validierungsphase bereits in messbare Umsätze übergegangen sind. Zudem wird die Einführung der neuen Softwareplattform XM Octopus erwartet, die die Marktstellung weiter absichern soll.

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