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Charles River Laboratories Aktie: Herausforderungen voraus!

Charles River Laboratories meldet einen deutlich gestiegenen Quartalsverlust und kündigt umfangreiche Wechsel im Management an. Für 2026 wird ein vorsichtiges Umsatzwachstum erwartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettoverlust steigt auf über 276 Millionen Dollar
  • Neue Finanz- und Rechtschefs treten im Frühjahr an
  • Umsatzprognose für 2026 verhalten optimistisch
  • Aktie zeigt im vorbörslichen Handel leichte Erholung

Charles River Laboratories steht vor einem personellen Umbruch. Das Unternehmen gab heute gleich mehrere Wechsel in der Führungsriege bekannt – und das vor dem Hintergrund enttäuschender Quartalszahlen. Matthew Daniel, bisher verantwortlich für Recht und Compliance, verlässt das Unternehmen zum 1. Juli, um neue berufliche Wege zu gehen.

Die Neubesetzungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Glenn Coleman übernimmt ab dem 6. April als neuer Finanzchef die Verantwortung. Der ehemalige CFO von Dentsply Sirona und Integra Life Sciences tritt damit die Nachfolge von Michael Knell an, der seit September 2025 als Interims-CFO fungierte. Knell bleibt dem Unternehmen als Chief Accounting Officer erhalten.

Parallel dazu schafft Charles River eine neue Position: Kerry Dailey wird ab dem 30. März als Chief Legal Officer nicht nur die Rechtsabteilung leiten, sondern auch für Compliance, Unternehmenskommunikation und ESG-Themen zuständig sein. Die frühere Managerin von Alcon übernimmt damit Teile der bisherigen Aufgaben von Daniel.

Verluste weiten sich aus

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 zeichnen ein düsteres Bild. Der Nettoverlust weitete sich auf 276,29 Millionen Dollar aus – im Vorjahr waren es noch 214,50 Millionen Dollar gewesen. Pro Aktie bedeutet das einen Verlust von 5,62 Dollar gegenüber 4,22 Dollar im Vorjahresquartal.

Auch operativ lief es nicht rund: Der Betriebsverlust stieg von 167,69 Millionen auf 283,44 Millionen Dollar. Die Erlöse gingen leicht von 1,00 Milliarden auf 994,23 Millionen Dollar zurück. Selbst das bereinigte Ergebnis, das Sondereffekte ausklammert, fiel mit 118,84 Millionen Dollar schwächer aus als die 136,61 Millionen Dollar des Vorjahres.

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Vorsichtiger Ausblick für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt sich CEO James Foster verhalten optimistisch. Die Prognose rechnet mit einem Umsatz zwischen minus ein Prozent und plus 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Währungseffekte und Portfoliobereinigungen dürften dabei negativ zu Buche schlagen.

Beim Gewinn je Aktie erwartet das Management 6,30 bis 6,80 Dollar. Nach Bereinigung um Restrukturierungskosten und Übernahmeeffekte sollen 10,70 bis 11,20 Dollar je Aktie herauskommen. Foster betonte, man sehe erste Anzeichen einer Nachfrageerholung und bleibe dem strategischen Wachstumskurs treu.

Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel zunächst positiv und legte 1,51 Prozent auf 160,92 Dollar zu. Ob die personellen Veränderungen und der vorsichtige Ausblick ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich zeigen.

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