Ein Kursplus von über 850 Prozent in zwölf Monaten – und plötzlich verkauft der CEO Aktien. Bei Ceres Power prallen Optimismus und Realität derzeit aufeinander. Der Entwickler von Festoxid-Brennstoffzellen steckt mitten im kommerziellen Ausbau, doch eine Transaktion des Vorstandsvorsitzenden sorgt für Fragezeichen.
Die Aktie notierte am Mittwoch bei 9,25 Euro – ein Minus von gut vier Prozent binnen einer Woche. Das 52-Wochen-Tief von 0,91 Euro liegt inzwischen lichtjahre zurück. Der RSI von knapp 60 deutet auf eine neutrale Verfassung hin, nachdem die Kurse in den vergangenen Monaten geradezu explodiert sind.
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der jüngsten Seitwärtsbewegung bewerten die meisten Analysten die Aktie mit „Kaufen“. Jefferies und Berenberg bestätigten zuletzt ihre positiven Voten und setzen Kursziele von 920 beziehungsweise 980 Pence. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 950 Pence. Im Fokus steht das lizenzbasierte Geschäftsmodell, das eine Integration der Technologie in Großprojekte ohne eigene Fertigung ermöglicht.
Asien-Partnerschaften als Treiber
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kooperationen in Südkorea und China. Der Partner Doosan Fuel Cell verbuchte jüngst einen deutlichen Anstieg seines Auftragsbestands – ein Signal, dass die gemeinsamen Lizenzvereinbarungen Früchte tragen könnten.
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Auch die übrigen Projekte nehmen Gestalt an. Delta Electronics plant noch in diesem Jahr eine 200-Megawatt-Fabrik. Weichai Power treibt parallel eine Produktionsstätte mit einem Gigawatt Kapazität voran. Mit Centrica laufen zudem Kooperationsgespräche weiter.
CEO verkauft – Cash-Polster bleibt
Ein Detail trübt das Bild: CEO Philip Caldwell veräußerte zuletzt 456.940 Aktien. Der genaue Zeitpunkt und die Hintergründe blieben offen. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen über Barmittel von rund 83 Millionen britischen Pfund – eine solide Basis für die nächsten Expansionsschritte.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die milliardenschweren Partnerschaften in konkrete Umsätze übersetzen lassen. Der nächste Quartalsbericht dürfte hier Klarheit schaffen.
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