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Cerebras Systems: Zehn Analysten mit Buy-Rating

Zehn Kaufempfehlungen treiben Cerebras-Aktie auf 237 Dollar. Analysten sehen Kurspotenzial bis 340 Dollar bei starker KI-Hardware.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Einheitliche Kaufempfehlungen von zehn Analystenhäusern
  • Höchstes Kursziel bei 340 Dollar von Citigroup
  • Neuer Chip WSE-3 mit Rekordleistung vorgestellt
  • OpenAI-Deal prägt milliardenschweren Auftragsbestand

Zehn Kaufempfehlungen auf einen Schlag — das ist kein Zufall. Nach dem Ende der Post-IPO-Sperrfrist haben die großen Wall-Street-Häuser ihre Cerebras-Analysen veröffentlicht. Der Kurs kletterte am Mittwoch um 4,64 Prozent auf 237,33 Dollar. Das war bemerkenswert, denn Nasdaq und S&P 500 lagen zur gleichen Zeit deutlich im Minus.

Kursziele bis 340 Dollar

Alle zehn Initiierungen lauten auf „Buy“ oder „Overweight“. Citigroup setzt das höchste Kursziel bei 340 Dollar und stuft die Aktie als „Strong Buy“ ein. UBS nennt 300 Dollar, Craig-Hallum 325 Dollar, Barclays 280 Dollar. Morgan Stanley kommt auf 250 Dollar und beschreibt Cerebras als hochgradig differenzierten Anbieter von KI-Infrastruktur.

Der Durchschnitt aller Kursziele liegt bei 294 Dollar — rund 24 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Analysten betonen den Vorsprung des Unternehmens im Segment der schnellen KI-Inferenz. Mizuho schätzt, dass dieser Markt bis 2030 auf 550 Milliarden Dollar jährlich anwachsen könnte.

Hardware mit Rekord-Specs

Auf der SuperAI-Konferenz in Singapur zeigt Cerebras gerade die dritte Generation seines Wafer Scale Engine (WSE-3). Der Chip kommt auf vier Billionen Transistoren und 900.000 KI-Kerne — gefertigt im TSMC-5nm-Verfahren. Die Spitzenleistung liegt bei 125 Petaflops. Bei großen Sprachmodellen erreicht das System 981 Token pro Sekunde. Das ist bis zu 6,7-mal schneller als aktuelle GPU-basierte Cloud-Infrastrukturen.

Auftragsbestand und ein Klumpenrisiko

Das Unternehmen ging am 14. Mai 2026 zu 185 Dollar je Aktie an die Börse. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Cerebras einen Umsatz von 510 Millionen Dollar — ein Plus von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen summieren sich auf 24,6 Milliarden Dollar. Die Kasse ist mit rund 5,7 Milliarden Dollar gut gefüllt.

Ein Großteil des Auftragsbestands stammt aus einem einzigen Deal: einem Vertrag mit OpenAI über 750 Megawatt Rechenleistung, der bis 2028 bis zu 20 Milliarden Dollar einbringen soll. Ferner ist die Technologie über die AWS-Plattform Bedrock bei Amazon integriert.

Diese Konzentration auf wenige Großkunden ist ein echtes Risiko. Hinzu kommt eine Bewertung von rund dem 88-fachen Umsatz — ein Niveau, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.

Am 23. Juni legt Cerebras seinen ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen vor. Die Zahlen für das erste Quartal 2026 werden zeigen, ob das operative Wachstum mit den Erwartungen Schritt hält.

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