Der KI-Chip-Entwickler Cerebras erlebt turbulente Tage. Investoren schichteten zuletzt massiv Gelder in den gigantischen Börsengang von SpaceX um. Die Folge: Ein Kapitalabfluss drückte den Kurs am Freitag um 5,54 Prozent ins Minus. Im Hintergrund formiert sich allerdings prominente Unterstützung.
Cathie Wood nutzt den Rücksetzer. Ihre Investmentfirma ARK Invest kaufte diese Woche Cerebras-Papiere für rund 15 Millionen US-Dollar. Das ergänzt die erste Position aus der IPO-Phase. Die Star-Investorin setzt damit weiter auf die spezielle Hardware des Unternehmens.
Wall Street bläst zum Angriff
Auch die Analysten positionieren sich. Nach Ablauf der Sperrfrist empfehlen neun Großbanken die Aktie zum Kauf. Citi ruft ein Kursziel von 340 US-Dollar aus. Die Experten sehen die einzigartige Chip-Architektur als ernsthafte Gefahr für etablierte Platzhirsche.
Craig-Hallum zieht mit einem Ziel von 325 US-Dollar nach. Im Schnitt sehen Analysten den fairen Wert bei knapp 294 US-Dollar. Beim aktuellen Kurs von 214,00 US-Dollar ergibt sich eine deutliche Lücke nach oben.
Das fundamentale Fundament bildet ein massiver Auftragsbestand. Cerebras sitzt auf Bestellungen im Wert von 24,6 Milliarden US-Dollar. Darunter fällt ein gigantischer Rechenleistungs-Vertrag mit OpenAI. Dieser läuft bis ins Jahr 2028.
Extreme Schwankungen bleiben Alltag
Diese langfristige Sicherheit trifft auf heftige kurzfristige Ausschläge. Die annualisierte Volatilität liegt bei enormen 264 Prozent. Solche Bewegungen sind für junge Halbleiterwerte typisch. Auf Wochensicht steht trotz des schwachen Freitags ein Plus von gut sechs Prozent auf der Anzeigetafel.
Am 23. Juni legt Cerebras erstmals als börsennotierter Konzern Quartalszahlen vor. Der Markt erwartet einen Umsatz von 181 Millionen US-Dollar. Parallel erhoffen sich Investoren Details zum Ausbau der Cloud-Partnerschaft mit AWS.
Kurzfristig muss die Aktie die Marke von 200 US-Dollar verteidigen. Fällt diese Unterstützung, droht weiterer Abgabedruck. Zusätzliche Risiken bergen mögliche Stromsperren für Rechenzentren in Kalifornien und New York. Diese regulatorischen Hürden könnten den Ausbau der KI-Infrastruktur spürbar bremsen.
