Nach dem Durchzug von Hurrikan Melissa hat das Jamalco-Jointventure von Century Aluminum in Jamaika bereits mit dem Wiederanfahren der Produktion begonnen. Der Aluminiumproduzent rechnet in den kommenden Wochen mit einer schrittweisen Rückkehr zum normalen Betrieb – ohne nennenswerte Schäden an der Raffinerie, den Minen oder Hafenanlagen. Das Unternehmen erwartet keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen durch den Sturm.
Analysten feuern Kaufsignal
Die Märkte honorieren die schnelle Erholung: Sechs Brokerhäuser sehen die Aktie auf Kaufliste, das durchschnittliche Kursziel wurde kürzlich um satte 13,58 Prozent auf 31,28 Dollar angehoben. Die Spanne reicht dabei von 28,28 bis 35,70 Dollar. Parallel dazu erhöhte Zacks Investment Research seine Gewinnschätzung für 2025 um 11,7 Prozent auf 2,30 Dollar je Aktie.
Kann der positive Schwung anhalten?
Expansion trotz Rückschlägen
Nicht alles läuft reibungslos: Bereits im Oktober musste Century Aluminum einen temporären Produktionsrückgang am Grundartangi-Schmelzwerk in Island verkraften, verursacht durch einen elektrischen Geräteausfall. Doch der Konzern zeigt sich krisenerprobt.
Das eigentliche Wachstumsprojekt spielt sich in South Carolina ab: Am Mt. Holly-Schmelzwerk will das Unternehmen stillgelegte Kapazitäten reaktivieren. Mit einem Invest von rund 50 Millionen Dollar sollen über 50.000 Tonnen Produktion zurück ans Netz – eine Steigerung der US-Aluminiumproduktion um fast 10 Prozent. Unterstützt wird dies durch eine verlängerte Strombezugsvereinbarung bis 2031 und die bestehenden Section-232-Zölle.
Entscheidung naht: Q3-Zahlen stehen an
All eyes on November 6: Dann legt Century Aluminum die Quartalszahlen vor. Die Kombination aus operativer Stabilität nach dem Hurrikan, steigenden Analystenerwartungen und ambitionierten Expansionsplänen könnte den Titel zum nächsten Zündstoff für die Aluminium-Branche machen.
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