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Symbolbild, KI-generiert

CATL Aktie: Ungarisches Werk wegen Nickelbelastung gestoppt

CATL meldet Verzögerungen in Ungarn und höhere Kosten in China, treibt jedoch Natriumzellen, Kooperationen und Speicherprojekte weiter voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Arbeiten in Debrecen vorübergehend gestoppt
  • China erhebt zwei Prozent Verbrauchssteuer
  • Natriumzellen sollen 2026 Kostenparität erreichen
  • CATL-Aktie verliert 1,5 Prozent

Der weltgrößte Batteriehersteller CATL sieht sich zum Auftakt im September mit operativen Hindernissen in Europa und regulatorischen Änderungen auf dem Heimatmarkt konfrontiert. Während Arbeiten in einem ungarischen Werk gestoppt werden mussten, tritt in China eine neue Verbrauchssteuer für Lithium-Ionen-Akkus in Kraft. Gleichzeitig forciert das Unternehmen den Markteintritt neuer Zelltechnologien.

Behördliche Stopps und steuerliche Mehrkosten

In Ungarn haben die Behörden am heutigen Dienstag die Arbeiten in drei Bereichen des CATL-Werks in Debrecen vorübergehend eingestellt. Medienberichten zufolge wurde bei neun Mitarbeitern eine erhöhte Nickelbelastung festgestellt. Zudem verweigerten die zuständigen Stellen eine Betriebsgenehmigung für die zweite Phase des Gebäudes zur Batteriezellproduktion. Das Werk hat die reguläre Fertigung von Batteriezellen bisher noch nicht aufgenommen.

Parallel dazu erhebt China seit dem heutigen Dienstag eine Verbrauchssteuer in Höhe von zwei Prozent auf Lithium-Ionen-Batterien. CATL bezeichnete die Gesamtauswirkungen dieser Maßnahme als kontrollierbar. Das Unternehmen plant, die Kostenweitergabe durch kommerzielle Verhandlungen mit seinen Kunden zu regeln.

Zusätzliche Unsicherheit herrscht im Rohstoffbereich: Die South China Morning Post berichtet, dass der Neustart der Lithiummine Jianxiawo weiterhin ungewiss ist. Regionale Umweltbehörden haben eine öffentliche Bekanntmachung zur Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts zurückgezogen. Die Mine ist bereits seit August 2025 suspendiert.

Technologische Fortschritte und Kooperationen

Trotz der operativen Hürden meldet CATL Fortschritte bei der Kommerzialisierung seiner Natrium-Ionen-Batterien. Das Unternehmen gab bekannt, dass diese Zellen bis Ende 2026 Kostengleichheit mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) erreichen sollen.

Die Auslieferung an chinesische Kunden beginnt im laufenden Monat September, während globale Lieferungen innerhalb eines Jahres folgen sollen. Medienberichten zufolge werden die unter dem Namen Naxtra geführten Batterien in das gesamte Markenportfolio des Automobilherstellers Changan integriert.

Auch in Europa und Südamerika baut das Unternehmen seine Partnerschaften aus. Am 21. August kündigten Schaeffler und CATL eine Kooperation zur Entwicklung von Batteriemanagementsystemen und integrierten Powerbox-Lösungen für europäische Automobilhersteller an. In Brasilien arbeitet CATL mit dem lokalen Unternehmen Moura zusammen, um Energiespeicher-Equipment für Projekte aus der ersten nationalen Kapazitätsauktion zu liefern.

Nachhaltigkeitsziele und Marktreaktion

Im Bereich der Nachhaltigkeit meldete das Unternehmen am 20. August das Erreichen der CO2-Neutralität in seinen Kerngeschäften zum Ende des Jahres 2025. Bis 2035 soll die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral sein; aktuell sind bereits 20 Batteriewerke entsprechend zertifiziert.

An der Börse spiegeln sich die jüngsten Nachrichten in einer verhaltenen Kursentwicklung wider. Die Aktie notiert am heutigen Dienstag bei 358,10 CNY, was einem Rückgang von 1,5 % entspricht. Damit liegt der Wert rund 6,5 % unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage.

Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von 2,5 %. Strategisch setzt CATL zudem auf großformatige Speicherprojekte: Im Rahmen der Supernode-Partnerschaft mit Quinbrook wurden Mitte August die Meilensteine für die Phasen zwei und drei erreicht.

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