Rohstoffvertrag mit verbundener Gesellschaft
Am Mittwoch beschloss der Vorstand von CATL eine mehrjährige Vereinbarung zur Beschaffung von Kathodenkupfer. Über eine hundertprozentige Tochtergesellschaft in Hongkong plant das Unternehmen, in den Jahren 2027 und 2028 bis zu 20.000 Tonnen des Metalls von Hong Kong Ansheng zu beziehen. Die Obergrenze für das gesamte Einkaufsvolumen liegt bei 320 Millionen US-Dollar.
Die Transaktion stuft das Unternehmen als Geschäft mit einer nahestehenden Partei ein. Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsaktionär Zeng Yuqun hält indirekt 29,4 Prozent an Hong Kong Ansheng. Wegen dieser Beteiligung enthielt sich Zeng bei der Beschlussfassung im Board der Stimme. Mit der Vereinbarung sichert sich der Hersteller frühzeitig wichtige Vormaterialien für die Zellproduktion.
Hohe Wachstumsraten im Speicherbereich
Parallel zum Ausbau der Rohstoffbasis verzeichnet der Konzern kräftige Zuwächse jenseits des klassischen Pkw-Geschäfts. Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete die Sparte für Energiespeicher-Batteriesysteme einen Erlös von 53,26 Milliarden RMB. Das entspricht einem Anstieg von 87,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der gesamte Halbjahresumsatz des Konzerns belief sich auf 276,92 Milliarden RMB.
Zugleich erweitert das Management die Aktivitäten bei Nutzfahrzeugen und Transportlösungen. Nach der Vorstellung der modularen Batterieplattform TECTRANS II am 14. September unterzeichnete CATL eine Absichtserklärung mit der DHL Group.
Ziel ist die gemeinsame Erprobung von Wegen zur Dekarbonisierung des europäischen Straßengüterverkehrs. Zudem vereinbarte das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit Kuehne+Nagel und schloss ein Lizenzabkommen mit BME für Nutzfahrzeugbatterien in Ägypten.
Diversifizierung und Mitarbeiterbindung
Vor rund zwei Wochen gerieten die Papiere unter Druck, seither gaben sie 4,7 Prozent nach. Auslöser waren Befürchtungen am Markt, dass chinesische Autobauer wie Li Auto und Xiaomi ihre Lieferantenbasis verbreitern. Zudem plant Xpeng den Aufbau eigener Batteriepakete. Trotz dieser Tendenzen hielt CATL im August laut Medienberichten weiterhin einen Anteil von 41,45 Prozent an den chinesischen Installationen von Antriebsbatterien.
Um Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, setzt die Führung auf finanzielle Anreize. Ebenfalls am Mittwoch genehmigte das Board ein zweites Mitarbeiterbeteiligungsprogramm für das laufende Jahr.
Der Plan richtet sich an bis zu 5.960 Beschäftigte aus dem mittleren Management sowie Kernbereichen. Dafür stehen bis zu 12,8 Milliarden RMB bereit, die maximal 8,081586 Millionen A-Aktien abdecken. Die Umsetzung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Hauptversammlung.
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