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Symbolbild, KI-generiert

CATL Aktie: Li Auto und Xiaomi weichen aus

CATL gerät durch mögliche Kundenalternativen, US-Kritik und chinesische Regulierung unter Druck, während neue Produkte für Zuversicht sorgen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Chinesische Autobauer prüfen alternative Batteriequellen
  • US-Behörden kritisieren Verbindungen zu CATL
  • China stoppt Genehmigungen für Speicherfabriken
  • Neue Nutzfahrzeugbatterie in Hannover vorgestellt

CATL steckt in einer der schwierigsten Phasen der jüngeren Firmengeschichte. Anleger bewerteten Sorgen um den Ausblick für das dritte Quartal, mögliche Produktionskürzungen und eine schleichende Diversifizierung chinesischer Autobauer bei der Batteriewahl neu. Der Kurs notiert aktuell bei 304,30 CNY.

Kunden suchen Alternativen

Der eigentliche Kern der Belastung liegt jedoch nicht im Tagesgeschäft, sondern in der strategischen Ausrichtung großer Abnehmer. Medienberichten zufolge treiben chinesische Autobauer wie Li Auto und Xiaomi ihre Bemühungen voran, Batterien alternativ oder in Eigenentwicklung zu beziehen. Diese Entwicklung nährt Zweifel an der bisherigen Kundenkonzentration von CATL, die lange als Stärke des Konzerns galt und nun zunehmend als Risiko gelesen wird.

Verschärft wird die Lage durch politischen Druck aus den USA: Das US-Verkehrsministerium äußerte sich Anfang September besorgt über Geschäftsbeziehungen von Ford zu CATL, Geely und BYD und bezeichnete diese Verbindungen als Angelegenheit von „tiefer Besorgnis“. Für einen Konzern, der westliche Automobilkunden als Wachstumssäule betrachtet, ist eine solche Einordnung aus Washington ein ernstzunehmendes Signal.

Regulatorischer Gegenwind in China

Auch im Heimatmarkt weht CATL derzeit Gegenwind entgegen. China hat Berichten zufolge die Genehmigungen für neue Energiespeicher-Fabriken vorübergehend ausgesetzt – ein Schritt, der auf Sorgen vor Überkapazitäten im Sektor zurückgeht.

Für einen Marktführer wie CATL bedeutet ein solcher Genehmigungsstopp zunächst keine unmittelbare operative Einschränkung, signalisiert aber, dass Peking die Wachstumsdynamik der Branche kritischer beobachtet als zuvor.

Hinzu kommt eine belastende Steuerentwicklung: Die überarbeitete Verbrauchssteuerpolitik für Batterien ist in Kraft getreten und unterwirft Lithium-Ionen-Batterien einem Steuersatz von 2 Prozent, mit einer weiteren Erhöhung, die für 2027 vorgesehen ist. Das dürfte die Margen im Massengeschäft zusätzlich unter Druck setzen, auch wenn der Effekt zunächst moderat ausfällt.

Lichtblick aus Hannover

Nicht alle Nachrichten sind negativ. Auf der IAA Transportation 2026 in Hannover stellte CATL TECTRANS II vor, eine neue Batterielösung für Nutzfahrzeuge der nächsten Generation.

Zudem meldete das Unternehmen über seinen offiziellen WeChat-Kanal eine strategische Kooperationsvereinbarung mit Taijin New Energy, deren genauer Umfang bislang nicht spezifiziert wurde. Solche Schritte zeigen, dass CATL trotz der Belastungen an Produktinnovation und Partnerschaften festhält.

Für die Marktbewertung bleibt das jedoch zunächst zweitrangig. Der 30-Tage-Wert der Volatilität liegt bei 29 Prozent annualisiert – ein Zeichen, wie nervös der Handel mit der Aktie derzeit verläuft.

Die Kombination aus Kundenabwanderung, geopolitischem Druck und regulatorischer Unsicherheit in China wiegt für Anleger schwerer als einzelne Produktankündigungen. Ob CATL die Kundenkonzentration in den kommenden Quartalen diversifizieren kann, dürfte für die weitere Kursentwicklung entscheidender sein als jede einzelne Messehalle.

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